Rosenbauer mit Gewinnsprung 2025 und guter Auslastung 2026
Durch eigene Produktionsstätten in den USA von Trump-Zöllen
kaum betroffen - Naher Osten macht weniger als fünf Prozent
des Geschäftes aus
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Gänzlich neu nach der Bilanz-PK
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Der oberösterreichische Feuerwehrausrüster
Rosenbauer blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2025 zurück und
freut sich über eine gute Auslastung heuer. Das Periodenergebnis
stieg 2025 um 82,2 Prozent auf 54,3 Mio. Euro, der Gewinn vor
Steuern verdoppelte sich auf 54,7 Mio. Euro und die Ebit-Marge
betrug 5,9 Prozent. Der Umsatz erhöhte sich von 1,31 Mrd. Euro auf
1,43 Mrd. Euro. Für 2026 wird ein Umsatz von 1,6 Mrd. Euro und eine
EBIT-Marge von über 6 Prozent angestrebt.
Von den Turbulenzen rund um die Zollpolitik von US-Präsident
Donald Trump und dessen Krieg gegen den Iran ist der
Feuerwehrausrüster nach Eigenangaben kaum betroffen. Das
börsennotierte Unternehmen produziert in den USA für den dortigen
Markt und der Nahe Osten mache lediglich unter fünf Prozent des
Gesamtgeschäftes aus. Gleichzeitig würde in den Ländern dieser
Region mehr in Zivilschutz investiert. Rund 50 Prozent des Umsatzes
erzielt das Leondinger Unternehmen außerhalb Europas.
Kein Einstieg ins Rüstungsgeschäft
Während Mitbewerber im Bereich Fahrzeugausrüstung auf den
boomenden Rüstungsmarkt aufspringen, ist das für Rosenbauer kein
Thema. Die Philosophie des Hauses sei "schützen und retten". "Das
ist der Kernwert von Rosenbauer, davon gehen wir nicht ab", so
Konzernchef Robert Ottel am Freitag bei der Jahrespressekonferenz.
Gerade diese Positionierung als Zivilschutzunternehmen erleichtere
auch die Mitarbeitersuche, viele der Beschäftigten seien
Feuerwehrfrauen und -männer. Im Vorjahr hat Rosenbauer 100 neue Jobs
in Österreich geschaffen.
"Gemeinsam haben wir uns ein Rekordjahr erarbeitet", betonte
Ottel in Richtung der gut 4.900 Beschäftigten. Finanzvorstand Jörg
Schuschnig ergänzte, dass eine erhebliche Effizienzsteigerung und
die Kapitalerhöhung im Vorjahr durch den neuen Kernaktionär Robau
die finanzielle Basis deutlich gestärkt habe. Im Bereich
vorbeugender Brandschutz gebe es allerdings noch
Restrukturierungsbedarf. Der gesamte Auftragsbestand sei von rund
2,28 Mrd. Euro auf 2,35 Mrd. Euro angestiegen, der Auftragseingang
lag dagegen mit 466,9 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 529,6
Mio. Euro.
"Wiedergewonnene Stärke"
Unterm Strich war 2025 jedenfalls das stärkste Jahr in der
160-jährigen Firmengeschichte, so Ottel, der seit dem Vorjahr den
Weltmarktführer bei Feuerwehrausrüstungen leitet. "Der Rekordumsatz,
die Verdoppelung des Ergebnisses vor Steuern und die Halbierung
unserer Verschuldung zeigen unsere wiedergewonnene Stärke", betonte
er. Finanzchef Schuschnig verwies auf die Eigenkapitalquote, die von
2024 auf 2025 von 16,6 Prozent auf 27,8 Prozent zugelegt hat. Die
Nettoverschuldung sank indessen von 392,5 Mio. Euro auf 244,5 Mio.
Euro.
Hintergrund dazu: Im Frühling 2025 war der Einstieg der Robau
Beteiligungsverwaltungs GmbH rund um den Red-Bull-Erben Mark
Mateschitz, den Industriellen Stefan Pierer sowie zwei der
Raiffeisenlandesbank Oberösterreich zuzuordnende Firmen inklusive
Kapitalerhöhung besiegelt worden. Die Robau hält nach der
Kapitalerhöhung nun 55 Prozent der Anteile, 17 Prozent entfallen auf
die Gründerfamilie des Unternehmens.
stf/bel
ISIN AT0000922554
WEB http://www.rosenbauer.co.at