Konjunktur - Prognose für 2014 und 2015: Erholung mit ausgeprägter Unsicherheit

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Prognose für 2014 und 2015: Erholung mit ausgeprägter Unsicherheit



Die Perspektiven für die österreichische Volkswirtschaft haben sich gegenüber der März-Prognose des WIFO nur geringfügig verändert. Im I. Quartal 2014 wuchs die Wertschöpfung wie erwartet, wenngleich etwas schwächer als im IV. Quartal 2013. Die Vorlaufindikatoren entwickelten sich zuletzt weniger dynamisch als erwartet. Nach einem Wachstum von 0,3% im Jahr 2013 sollte die Wirtschaft 2014 um 1,4% und 2015 um 1,7% expandieren.

Die österreichische Volkswirtschaft kehrte im 2. Halbjahr 2013 auf einen - wenn auch vorerst nur flachen - Wachstumspfad zurück. Die ab dem III. Quartal 2013 beobachtete schwungvolle Belebung setzte aber im I. Quartal 2014 aus. Vieles spricht dafür, dass die heimische Volkswirtschaft in den nächsten Quartalen wieder zu etwas höheren Wachstumsraten zurückkehrt. So entwickelten sich vor allem die Indikatoren der Auftragseingänge und Auftragsbestände günstig. Auch lieferte die Auslandsnachfrage stimulierende Impulse. Darüber hinaus sind die binnenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für einen Aufschwung weiterhin intakt. Erhebliche Risiken liegen allerdings nach wie vor im außenwirtschaftlichen Umfeld. Vor allem die Unsicherheit des künftigen politischen Kurses in südlichen und östlichen Nachbarländern prägt die Perspektiven der heimischen Exportwirtschaft.

Nach einer Expansion der österreichischen Wirtschaft im Jahr 2013 um insgesamt 0,3% dürfte sich das Wachstum im Jahr 2014 auf 1,4% und 2015 auf 1,7% beschleunigen. Die zentrale Annahme hinter dieser Prognose ist eine schrittweise Verringerung der Unsicherheit unter Investoren und Konsumenten, indem einerseits die Schuldenkrise im Euro-Raum sich nicht wieder verschärft und andererseits geopolitische Unsicherheiten abflauen.

Trotz der leichten Wachstumsbeschleunigung über den Prognosezeitraum sollte der Preisdruck verhalten bleiben. Ausschlaggebend dafür ist zum einen eine unterdurchschnittliche Kapazitätsauslastung und zum anderen die Erwartung, dass sich die Produktionslücke (Output Gap) bis Ende 2015 nicht schließen wird. Die Teuerungsrate wird, nach 2,0% im Jahr 2013, in den Jahren 2014 und 2015 jeweils 1,8% betragen. Neben einem mäßigen, jedoch soliden Wachstum des Konsums der privaten Haushalte wird vor allem die Investitionstätigkeit über den Prognosehorizont wieder deutlich zunehmen. Beschäftigung und Arbeitskräfteangebot werden sich weiterhin deutlich ausweiten. Trotz der Beschäftigungszuwächse dürfte die Arbeitslosigkeit hoch bleiben. Die Außenwirtschaft wird 2014 und 2015 einen ausgeglichenen Wachstumsbeitrag liefern. Zwar verbesserten sich die Wachstumsaussichten für die österreichische Exportwirtschaft in den letzten Monaten, eine nachhaltige Erholung ist allerdings wegen der noch trägen Entwicklung im Euro-Raum, in den knapp über 50% der österreichischen Exporte gehen, erst Ende 2015 zu erwarten.

Übersicht 1: Hauptergebnisse der Prognose - auf der WIFO-Website ( http://www.wifo.ac.at/publikationen/pressenotizen )

Trotz der verhaltenen Konjunktur dürfte sich die Situation der öffentlichen Haushalte gegenüber der März-Prognose nicht weiter verschlechtern. Für 2014 wird ein Finanzierungssaldo des Staates (laut Maastricht-Definition) von -2,8% des BIP erwartet, der 2015 weiter auf -1,7% zurückgehen könnte.




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