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ifo Institut erhöht seine Konjunkturprognose
Das ifo Institut hat seine Konjunkturprognose
erhöht. Im laufenden Jahr kann Deutschland nun mit 2,0 Prozent Wachstum
rechnen, im kommenden Jahr sogar mit 2,2 Prozent. Bislang hatten die
Forscher für 2014 nur mit 1,9 Prozent gerechnet. „Der Aufschwung ist
robust und verstärkt sich", sagte Timo Wollmershäuser, der das
ifo-Zentrum Konjunkturforschung und Befragungen kommissarisch leitet.
„Voraussetzung ist, dass sich der Konflikt um die Ukraine nicht
verschärft und dass es wegen der Kämpfe im Irak keine Preisexplosion beim
Öl gibt." Dann rechnet das Institut mit einem Rückgang der
Arbeitslosigkeit von 6,9 Prozent 2013 auf 6,7 Prozent in diesem Jahr und
auf 6,6 Prozent im Jahre 2015, trotz der negativen Effekte des Mindestlohns
auf die Beschäftigung.
Die Verbraucherpreise werden in diesem Jahr um 1,1 Prozent steigen, im
nächsten Jahr aber schon um 1,7 Prozent. Hierbei spiegelt sich vor allem
die Entwicklung der Arbeitskosten wider, die infolge der zunehmenden
Auslastung der Produktionskapazitäten und der Einführung des gesetzlichen
Mindestlohns deutlich steigen dürften. Die Lohnstückkosten werden im
kommenden Jahr um 2,3 Prozent zunehmen, nach 1,6 Prozent 2014.
Insbesondere die Ausrüstungsinvestitionen treiben die Wirtschaftsleistung.
Sie werden in diesem Jahr um 7,4 Prozent zunehmen, im kommenden Jahr sogar
um 10,0 Prozent. In den beiden Vorjahren waren sie noch geschrumpft. Die
Bau-Investitionen werden 2014 um 3,8 Prozent zulegen und 2015 um 3,3
Prozent. Die deutschen Exporte steigen in diesem Jahr um 4,6 Prozent, im
kommenden Jahr sogar um 6,2 Prozent. Allerdings erhöhen sich die Importe
schneller, um 6,2 Prozent 2014 und um 7,2 Prozent 2015.
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