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Wirtschaftsklima für den Euroraum hellt sich weiter auf
Der ifo Index für die Wirtschaft im Euroraum ist
im zweiten Quartal von 119,9 auf 123,0 gestiegen. Er erreichte damit den
höchsten Stand seit Ende 2007. Die konjunkturelle Erholung dürfte damit
im Laufe der nächsten Monate deutlichere Konturen annehmen. Das
Wirtschaftswachstum wird nach Meinung der befragten Experten in diesem Jahr
1,3 Prozent betragen. Die Bandbreite der Schätzungen reicht von -4,9
Prozent für Zypern bis 2,8 Prozent für Lettland. Der Anstieg des ifo
Indikators resultiert aus der weniger ungünstigen Beurteilung der
augenblicklichen Lage. Der wirtschaftliche Ausblick für die nächsten
sechs Monate bleibt unverändert günstig.
Deutschland sticht weiterhin mit einer sehr guten wirtschaftlichen
Verfassung heraus. In den meisten anderen Ländern des Euroraums _ist die
Lageeinschätzung dagegen weiterhin gedämpft. Von den Euro-Krisenländern
verschlechterte sich den WES-Experten zufolge die derzeitige Lage in
Irland. In Griechenland, Italien, Portugal und Spanien lässt sich
keine nennenswerte Verbesserung der derzeit katastrophalen wirtschaftlichen
Verfassung feststellen. Eine hohe Arbeitslosigkeit, öffentliche
Haushaltsdefizite und fehlende Nachfrage machen nach wie vor diesen
Ländern zu schaffen. Dennoch signalisieren die Konjunkturerwartungen für
die nächsten sechs Monate für den Euroraum insgesamt eine Besserung.
Die erwartete Inflationsrate ist seit Ende 2012 kontinuierlich gesunken.
Sie liegt nun für 2014 bei erwarteten 1,2 Prozent und damit klar unter der
Zielmarke der Europäischen Zentralbank. In diesem Umfeld werden die
Kurzfristzinsen im nächsten halben Jahr nach Meinung der Befragten auf
dem derzeit niedrigen Niveau verharren. Weniger Teilnehmer als in der
vorangegangenen Umfrage erwarten auf Sicht von sechs Monaten einen Anstieg
der langfristigen Zinsen.
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