Konjunktur - Deutsche Industrie verbucht auch im Februar robuste Zuwächse

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Deutsche Industrie verbucht auch im Februar robuste Zuwächse



- Erneut starker Zuwachs bei Produktion und Auftragseingängen
- Stellenaufbau setzt sich fort
- Erste Kostenverringerung seit fünf Monaten

Der saisonbereinigte Markit/BME Einkaufsmanager Index, der die Geschäftslage von über 500 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes in einem Wert widerspiegelt, zeigte im Februar das achte Industriewachstum in Folge an. Gegenüber dem Vormonat ging der Index zwar von 56.5 auf 54.8 Punkte zurück und senkte sich damit gegenüber seinem 32-Monatshoch von Januar, wies aber dennoch auf eine hohe Expansionsrate hin.

Dank des milden Wetters und einer erhöhten Binnen- und Auslandsnachfrage stiegen sowohl das Produktionsniveau als auch der Gesamtauftragseingang erneut an. Auch hier verringerten sich die jeweiligen Zuwachsraten leicht, zählten aber immer noch zu den höchsten seit fast drei Jahren. Hersteller von Investitionsgütern verzeichneten den stärksten Anstieg beim Produktionsniveau, bei den Auftragseingängen lagen die Produzenten von Vorleistungsgütern vorne.

Die Exportbestellungen nahmen saldiert abermals beträchtlich zu, da fast jeder dritte Umfrageteilnehmer hier ein Plus verzeichnete. Sowohl in den USA als auch in mehreren Schwellenländern wurden verstärkt deutsche Produkte nachgefragt.

Der erhöhte Produktionsbedarf veranlasste die Unternehmen dazu, zusätzliche Arbeitskräfte einzustellen. Somit setzte sich der Beschäftigungsaufbau den dritten Monat in Folge fort. Außerdem sorgten die vermehrten Auftragseingänge für einen Anstieg der Auftragspolster. Diese vergrößerten sich den fünften Monat in Folge und mit der zweithöchsten Rate seit Anfang 2011. Die Fertigwarenbestände schrumpften dagegen zum dritten Mal hintereinander.

Bei den Einkaufspreisen zeichnete sich der erste Rückgang seit September ab. So konnten die Hersteller einige Rohstoffe wie Kupfer und Aluminium im Februar günstiger beziehen als im Monat zuvor. Dennoch hoben die Industrieunternehmen ihre Verkaufspreise saldiert weiter an, wenngleich geringfügiger als in den letzten vier Monaten.

Parallel zu Produktion und Auftragseingängen erhöhte sich auch die Einkaufstätigkeit im Februar. Die Zuwachsrate bei den Bestellmengen war dabei eine der höchsten der letzten drei Jahre. Infolge-dessen füllten sich die Vormateriallager erstmals seit zweieinhalb Jahren wieder. Einige Einkaufsmanager begründeten die höheren Lagerbestände mit dem Erhalt neuer Großaufträge.

Aufgrund der gestiegenen Nachfrage verlängerten sich die Lieferzeiten der Zulieferer im Februar erneut. Die Wartezeiten nahmen allerdings weniger stark zu als in den vier Vormonaten.

Oliver Kolodseike, Ökonom bei Markit, kommentiert den finalen Markit/BME Einkaufs-manager Index:

“Die neuesten Umfrageergebnisse halten weitere gute Neuigkeiten zur Entwicklung im deutschen Industriesektor bereit: Die Unternehmen verbuchten leicht verminderte aber dennoch solide Zuwächse. Und wenngleich der Sektor seit Januar ein wenig an Antriebskraft verloren hat, hält der steile Aufwärtstrend der letzten Monate weiter an.

Nun muss es der Industrie noch gelingen, diesen Kurs in den nächsten Monaten auch beizubehalten. Angesichts der von den Unternehmen gemeldeten starken Export- und Gesamtauftragseingänge stehen die Chancen auf weiteres Wachstum jedoch gut. Ermutigend ist auch, dass die Hersteller erneut ihren Personalbestand aufstockten und somit signalisierten, dass sie auch weiterhin mit einer positiven Auftragsentwicklung rechnen.”




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