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Deutsche Industrie verzeichnet im November das stärkste Wachstum seit
knapp zweieinhalb Jahren
- Flash Deutschland Composite Index
Produktion bei 54.3 (Okt. 53.2), 10-Monatshoch
- Flash Deutschland Service Index Geschäftstätigkeit bei 54.5 (Okt. 52.9), 9-Monatshoch
- Flash Deutschland EMIâ„¢ Industrie bei 52.5
(Okt. 51.7), 29-Monatshoch
- Flash Deutschland Index Industrieproduktion(4)
bei 54.0 (Okt. 53.6), 3-Monatshoch
Dank deutlich beschleunigter Wachstumsraten bei
Industrieproduktion und Geschäftstätigkeit im
Servicesektor gewann der Aufschwung der
deutschen Wirtschaft im November wieder spürbar
an Dynamik. Dies signalisiert der saisonbereinigte
Markit Flash Deutschland Composite Index
Produktion, der gegenüber Oktober 1.1 Punkte auf
54.3 zulegte und damit den höchsten Wert seit
Januar erreichte.
Neue Wachstumsimpulse lieferte in beiden
Sektoren vor allem der höhere Auftragseingang.
Die deutsche Industrie expandierte laut aktuellen
Flash EMI sogar so stark wie zuletzt im Juni 2011.
Die deutsche Wirtschaft verbuchte im November
beim Gesamtauftragseingang das höchste Plus
seit knapp zweieinhalb Jahren. Die Industrie
vermeldete den stärksten Exportorderzuwachs
seit Februar, wenngleich die Nachfrage innerhalb
der Eurozone laut Befragten schwach blieb. Im
Servicesektor legte der Auftragseingang den
fünften Monat in Folge zu – so lange wie seit dem
Aufschwung um den Jahreswechsel 2010/2011
nicht mehr. Ausschlaggebend hierfür war
zahlreichen Befragten zufolge die wieder in
Schwung gekommene Binnenkonjunktur.
Der Beschäftigungszuwachs fiel im November
insgesamt nur minimal aus und war weitgehend auf
den neuerlichen Jobaufbau im Servicesektor
zurückzuführen. In der Industrie wurden hingegen
den achten Monat in Folge per Saldo Stellen
abgebaut. Hier deutete der stärkste Anstieg der
Auftragsbestände seit zweieinhalb Jahren jedoch
auf einen zunehmenden Kapazitätsdruck hin. Bei
den Dienstleistern legten die Auftragspolster im
November erstmals seit August wieder in solidem
Tempo zu.
Der fünfte Anstieg der durchschnittlichen
Einkaufspreise hintereinander fiel im Berichtsmonat
so stark aus wie seit Oktober 2012 nicht
mehr und signalisiert einen anhaltend hohen
Kostendruck. Dessen ungeachtet konnten die
Verkaufspreise jedoch insgesamt ein weiteres Mal
nur geringfügig angehoben werden. In der Industrie
erreichte der Index Verkaufspreise allerdings den
höchsten Wert seit August 2011.
Tim Moore, Senior-Ökonom bei Markit,
kommentiert den aktuellen Markit Flash EMIâ„¢
Deutschland:
„Unsere Novemberdaten deuten darauf hin, dass die
deutsche Wirtschaft im Schlussquartal 2013 noch
einmal mächtig Dampf macht und auf dem besten
Weg ist, ein Wirtschaftswachstum für das Gesamtjahr
von bis zu 0.5% zu erreichen. Überdies stehen die
Chancen gut, dass sich der Aufschwung infolge des
stärksten Zuwachses beim Auftragseingang seit
knapp zweieinhalb Jahren auch in den kommenden
Monaten fortsetzt.
Da die Auftragsbestände so zügig stiegen wie seit
Mitte 2011 nicht mehr, spricht einiges dafür, dass die
Investitionen und der Beschäftigungsmotor im Zuge
der weiteren Konjunkturbelebung ebenfalls wieder
anspringen.“
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