Metallindustrie: PRO-GE und GPA-djp fordern Lohn- und Gehaltserhöhung von 100 Euro und mindestens 3,4 Prozent
Wien (OTS/ÖGB) -
Im Rahmen einer BetriebsrätInnenkonferenz der
Metallindustrie für Wien und Niederösterreich präsentierten die
Verhandlungsführer der Gewerkschaften heute die Forderungen für eine
konkrete Lohn- und Gehaltserhöhung für die etwa 180.000 Beschäftigten
der gesamten Metallbranche. Die Gewerkschaften fordern eine Lohn- und
Gehaltserhöhung von 100 Euro auf die Ist-Gehälter, mindestens jedoch
eine Erhöhung um 3,4 Prozent sowie eine entsprechende Erhöhung der
Mindestlöhne und Mindestgrundgehälter. ++++
Insbesondere die niedrigen Lohn- und Gehaltsgruppen würden von einem
Mindestbetrag von 100 Euro stark profitieren und Erhöhungen deutlich
über 3,4 Prozent erhalten. "Die stärkere Anhebung der niedrigen
Einkommen ist ein wichtiger Impulsgeber für die Inlandsnachfrage und
die Konjunktur", begründeten die Verhandlungsführer Rainer Wimmer
(PRO-GE) und Karl Proyer (GPA-djp) die Forderung.
Heftige Kritik äußerten Wimmer und Proyer an der bisherigen
Verhandlungsführung der FMMI-Arbeitgeber. "Der bisherige
Verhandlungsverlauf ist von Seiten der Arbeitgeber von Zynismus und
wenig Ernsthaftigkeit geprägt. Eine sozialpartnerschaftliche
Gesprächsführung auf Augenhöhe sieht anders aus. Wir sind
zuversichtlich, dass wir bei der kommenden Runde endlich zu
zielorientierten und ernsthaften Verhandlungen eintreten können, das
haben sich die Beschäftigten verdient."
"Sollte es wieder in der bisherigen Tonart weitergehen, so sollten
die Arbeitgeber keinen Zweifel haben, dass wir auf einen dann
notwendigen Arbeitskampf gut vorbereitet sind", stellten Wimmer und
Proyer klar.
Bis zum nächsten Verhandlungstermin finden in ganz Österreich weitere
Betriebsrätekonferenzen in allen Bundesländern mit dem Ziel statt,
die Beschäftigten über den bisherigen Verhandlungsverlauf zu
informieren, insbesondere auch über die konkreten Auswirkungen der
von den Arbeitgebern geforderten ausschließlichen betrieblichen
Gestaltung der Arbeitszeit, die im ungünstigsten Falle bei
Beschäftigten mit hoher Überstundenleistung einen Verlust von derzeit
im Kollektivvertrag geregelten Überstundenzuschlägen in der
Größenordnung von 2.000 Euro brutto bis 3.500 Euro brutto
gleichkommt.
Die Verhandlungen mit dem Fachverband Maschinen- und
Metallwarenindustrie (FMMI) finden am 15. Oktober statt.