Wirtschaftsleistung im I. Quartal 2013 anhaltend gedämpft
Gemäß der aktuellen Schnellschätzung des WIFO
stagnierte die gesamtwirtschaftlichen Produktion in Österreich im I.
Quartal 2013 real gegenüber der Vorperiode (IV. Quartal 2012 -0,1%).
Die Nachfrage der privaten Haushalte war weiterhin schwach, ebenso
die Investitionsnachfrage der heimischen Unternehmen. Das ungünstige
internationale Konjunkturumfeld spiegelte sich wie in den
Vorquartalen in einem sehr geringen Exportwachstum. Im
Vorjahresvergleich schrumpfte das BIP real um 0,6%.
Die österreichische Wirtschaftsleistung nahm im I. Quartal 2013
saison- und arbeitstagsbereinigt gegenüber der Vorperiode nicht zu
(+/-0%). Seit dem II. Quartal 2012 entwickelt sich das BIP gedämpft
(II. Quartal +0,1%, III. Quartal +/-0%, IV. Quartal -0,1%), weder die
Inlandsnachfrage noch der Außenbeitrag lieferten zuletzt nennenswerte
Impulse.
Der Konsum der privaten Haushalte (einschließlich privater
Organisationen ohne Erwerbszweck) stagnierte im I. Quartal erneut,
der öffentliche Konsum erhöhte sich hingegen gegenüber der Vorperiode
um 0,5%. Für die gesamten Konsumausgaben ergibt sich damit eine
leichte Zunahme um 0,1%.
Neuerlich waren die Unternehmen in ihrer Investitionstätigkeit
zurückhaltend. Die Nachfrage nach Anlageinvestitionen ging im I.
Quartal real um 0,5% zurück, wobei ein leichter Anstieg der
Ausrüstungsinvestitionen einem Rückgang der Bauinvestitionen
entgegenstand. Die Nachfrage nach Ausrüstungen konzentrierte sich auf
die Anschaffung von Fahrzeugen, während die Maschinen- und
Geräteinvestitionen abermals geringer waren als in der Vorperiode.
Die Bauinvestitionen wurden im Nichtwohnbau stärker eingeschränkt als
im Wohnbau.
Die Exporte entwickelten sich im I. Quartal 2013 mit +0,3% ähnlich
verhalten wie in den Vorperioden. Nach dem starken Rückgang im IV.
Quartal 2012 hielten die Warenexporte jedoch das Niveau der
Vorperiode. Da die Importnachfrage mit +0,3% ebenso mäßig zunahm wie
die Auslandsnachfrage, lieferte der Außenbeitrag keine
Wachstumsimpulse für die heimische Produktion.
Das schwache internationale Konjunkturumfeld dämpfte auch
weiterhin die Warenproduktion in Österreich, wenngleich nicht mehr so
stark wie im Herbst und Winter 2012. Die Bauproduktion ging gegenüber
dem IV. Quartal 2012 witterungsbedingt leicht zurück (real -0,2%). Im
Dienstleistungsbereich schrumpfte die Wirtschaftsleistung vor allem
im Bereich Verkehr. Der Tourismus profitierte vom frühen Ostertermin,
und in den anderen Sektoren konnte die reale Wertschöpfung ebenfalls
leicht gesteigert werden.
Übersicht 1: WIFO-Schnellschätzung zur vierteljährlichen
Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung - auf der WIFO-Website
(
http://www.wifo.ac.at/publikationen/pressenotizen)