Konjunktur - Deutsche Wirtschaft expandiert im Februar trotz leicht abgeschwächtem Tempo weiter kräftig

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Deutsche Wirtschaft expandiert im Februar trotz leicht abgeschwächtem Tempo weiter kräftig



Dank florierender Geschäfte im Servicesektor verzeichnete die deutsche Wirtschaft im Februar weiter solides Wachstum. Dies zeigt der Markit Flash Deutschland Composite Index Produktion, der binnen Monatsfrist allerdings um 1.7 Punkte auf 52.7 nachgab. Damit lag der Index den dritten Monat in Folge über der neutralen Wachstumsmarke von 50 Punkten und in etwa auf dem Niveau seines Langzeit-Durchschnittswerts von 53.0.

Der Service-Sektor expandierte trotz der abgeschwächten Wachstumsrate erneut kräftig. Die Industrieproduktion wurde hingegen nur noch minimal ausgeweitet, nachdem sie im Januar erstmals wieder kräftig hochgefahren worden war.

Die zweiten Zuwächse beim Auftragseingang in Folge fielen insgesamt niedriger aus als zum 19- Monatshoch im Januar. Anders als beim Geschäftswachstum war hier der Industriesektor führend, wo der stärkste Auftragszuwachs seit Mai 2011 verbucht wurde. Die anziehende Nachfrage nach Industrieerzeugnissen „Made in Germany“ aus Asien bescherte den Industrieunternehmen sogar das höchste Exportorderplus seit 22 Monaten.

Der Servicesektor vermeldete hingegen nur ein geringfügiges Auftragsplus, weshalb die unerledigten Aufträge hier stärker abgebaut wurden als in den beiden Vormonaten. In der Industrie sorgte die verstärkte Nachfrage dafür, dass die Auftragsbestände erstmals seit eineinhalb Jahren wieder zunahmen.

Die Beschäftigung blieb im Februar weitgehend konstant. Während die Dienstleister in geringfügigem Ausmaß neue Stellen schufen, verlangsamte sich der Jobabbau in der Industrie gegenüber Januar deutlich und war nur noch äußert schwach.

Bei den Einkaufspreisen lief die Entwicklung zwischen den beiden Sektoren ebenfalls auseinander. In der Industrie sorgte insbesondere die Verbilligung von Stahl dafür, dass die Einkaufspreise so stark sanken wie zuletzt im Juli 2012. Im Servicesektor stieg die Kostenbelastung hingegen erneut kräftig, vor allem aufgrund höherer Energie- und Lohnkosten.

Die Verkaufspreise wurden insgesamt so stark angehoben wie seit Mai 2012 nicht mehr. Beide Sektoren vermeldeten hier hohe Steigerungsraten.

Im Servicesektor verbesserten sich die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist weiter und fielen so optimistisch aus wie zuletzt im Juni 2011. Geschäftszuwächse versprechen sich die Firmen vom Start neuer Projekte und der anziehenden Nachfrage seitens der Bestandskunden. Einige Dienstleister blicken jedoch mit Sorge auf die steigende Kostenbelastung.

Tim Moore, Senior-Ökonom bei Markit, kommentiert den aktuellen Markit Flash EMI™ Deutschland:

“Unserer PMI-Vorabschätzung zufolge ist Deutschland auf dem besten Weg, im ersten Quartal 2013 wieder auf den Wachstumskurs zurückzukehren Trotz der leicht verlangsamten Expansion ist auf Deutschland als Wachstumsmotor der Eurozone weiter Verlass. Beflügelt wurde die Konjunktur im Februar vor allem vom Servicesektor, aber auch die Entwicklung in der Industrie deutet auf baldiges Wachstum hin: So bescherte die anziehende Nachfrage aus Asien den Unternehmen das höchste Exportorderplus seit knapp zwei Jahren. Überdies sprechen die niedrigen Lagerbestände und der Anstieg der Auftragsbestände dafür, dass sich das Produktionswachstum in den nächsten Monaten wieder beschleunigt.“




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