S&T gibt vorläufige, ungeprüfte Konzernergebnisse 2010 und Q1 2011 bekannt
Die Umsätze 2010 betrugen EUR 351 Mio vs. EUR
385 Mio im Vorjahr. Zu beachten ist, dass im ersten Quartal 2011 die
Tochtergesellschaften in der Ukraine und Moldawien verkauft wurden und daher
die Vergleichswerte 2010 um die Beiträge dieser Länder gekürzt sind
(aufgegebene Geschäftsbereiche).
Das operative Ergebnis 2010 beträgt EUR -17 Mio und beinhaltet alle 2010
vorgenommenen Restrukturierungsmaßnahmen. Die Differenz zu dem
veröffentlichten Ergebnis 1-9/2010 beträgt EUR - 3 Mio und entspricht somit im
Wesentlichen der im Dezember 2010 bekanntgegebenen Vorschau.
Weiters waren Firmenwertabschreibungen in Höhe von EUR 23 Mio vorzunehmen
(maßgeblich im Segment "Business Solutions"). Hiervon entfielen EUR 15 Mio auf
den S&T Schweiz Teilkonzern mit den im 1. Quartal 2011 in Insolvenz gegangenen
deutschen und schweizer Tochtergesellschaften.
Das Konzern-EBIT beträgt damit EUR -40 Mio. Nach Finanzierungsaufwendungen und
Steuern ergibt sich ein vorläufiges Nettoergebnis von EUR -49 Mio. Das
Konzerneigenkapital sinkt durch dieses Ergebnis sowie positive, nicht
ergebniswirksame Währungsdifferenzen von EUR +33,4 Mio auf -13,5 Mio zum
31.12.2010.
Weitere im Wesentlichen unbare Aufwendungen aus den Insolvenzen in Deutschland
und in der Schweiz, wie z.B. Entkonsolidierungseffekte und nach der
Entkonsolidierung vorzunehmende Abschreibungen auf Forderungen gegen diese
(nunmehr nicht mehr in den Konsolidierungskreis einzubeziehenden)
Gesellschaften in Höhe von insgesamt ca. EUR 4 - 7 Mio werden zusätzlich
entweder 2010 oder 2011 zu berücksichtigen sein.
Die obigen Angaben zum Konzernergebnis 2010 beruhen auf ungeprüften
Ergebnissen. Wie bereits berichtet, soll der geprüfte Abschluss am 30.5.
veröffentlicht werden. Der wesentliche Grund für die Verzögerung liegt in der
Beurteilung der Finanzierungsvereinbarungen mit noch erforderlichen
Ergänzungen und deren Wechselwirkung auf die Fortbestandsprognose sowie die
finale Behandlung und Abschätzung der Aufwendungen der oben genannten
Insolvenzen.
Vorläufige Ergebnisse im Q1 2011
Der Vorstand geht im Q1 2011 von Umsätzen in Höhe von EUR 65,4 Mio vs. 82,7
Mio im Q1 des Vorjahres aus (bereinigt um die wesentlichen o.g. Effekte EUR
72,2 Mio). Der bereinigte Umsatzrückgang von insgesamt 9 % ist hauptsächlich
auf Rückgänge in Österreich, Slowenien und der Slowakei zurückzuführen,
während die übrigen CEE-Märkte im Wesentlichen gute Performance aufweisen.
Die operativen Ergebnisse im Q1 2011 in Höhe von EUR -5,4 Mio liegen trotz
Einmalaufwendungen für Restrukturierung in der Größenordnung von EUR 1,5 Mio
über dem im Vorjahr berichteten EUR -5,9 Mio. Ein gegen 2010 deutlich
geänderter Konsolidierungskreis erschwert zwar den Vergleich, trotzdem ist die
Verbesserung gegenüber 2010 sichtbar. Die verbleibenden wesentlichen
verlustbringenden Länder sind Österreich und Japan.
Das Geschäft von S&T verläuft in den meisten CEE-Ländern erfolgversprechend
und überwiegend positiv, die Restrukturierung in Österreich wird hingegen
tiefgreifender als ursprünglich geplant vorgenommen - die Entwicklung der
Ergebnisse weist dabei in die richtige Richtung. Dies sieht der Vorstand als
valide Basis für die intensivierten und bereits fortgeschrittenen Gespräche
mit Investoren aus verschiedenen Erdteilen. Der Aufsichtsrat und der Vorstand
teilen die Meinung, dass eine rasche Investorenbeteiligung für den
Sanierungserfolg und die Realisierung der positiven Vorschau wichtig ist.