INDUSTRIEMAGAZIN vorab: Konkurstagsatzung Streimelweger am 15. Dezember
Am 15. Dezember wird am Wiener Handelsgericht über
die Insolvenz von Thomas Streimelweger, Gründer des börsennotierenden
IT-Konzern S&T entschieden. Die ST Global AG - ein Unternehmen, das
Streimelweger mit S&T-Aufsichtsratschef Frech gegründet hat - ist
ebenfalls akut konkursgefährdet.
Die Kärntner Hypo Alpe Adria hat, wie INDUSTRIEMAGAZIN Mitte
November berichtete, Konkursantrag gegen Thomas Streimelweger
gestellt. Am 15. Dezember wird in einer nicht öffentlichen
Konkursprüfungstagsatzung am Handelsgericht Wien über den Antrag
entschieden. Wenn der überschuldete Manager (seine Anteile am
Unternehmen wie eine Villa in Döbling verpfändet) bis dahin nicht
nachweisen kann, dass kein Konkursgrund vorliegt, dürfte das
Verfahren eröffnet werden.
Streimelweger, der in der Vorwoche - offenbar nach Bekanntwerden
des Gerichtstermines im Aufsichtsrat - als Vorstand zurückgetreten
ist, hat private Schulden in Höhe von rund 12,7 Millionen Euro
angehäuft. Gläubigerbanken sind neben der Hypo Alpe Adria auch die
Investkredit sowie die Hypo Niederösterreich.
Die laut Firmenbuch im Alleineigentum von Streimelweger stehende
ST Global Holding - ein Projekt von Ex-AUA-Chef Vagn Soerensen und
S&T-Aufsichtsratschef Andreas Frech, beide sind noch in offiziellen
Funktionen im ST-Aufsichtsrat - dürfte ebenfalls konkursgefährdet
sein. Das Unternehmen - einst mit dem Zweck des Erwerbs von
IT-Gesellschaften in Nordeuropa erworben - ist seit Anfang 2009
schwer überschuldet, berichtet INDUSTRIEMAGAZIN.
Alle Hintergründe zur Pleite des S&T-Chefs lesen Sie in der
aktuellen Ausgabe des INDUSTRIEMAGAZIN, die morgen, Donnerstag
erscheint.