Konjunktur - Österreichischer Einkaufsmanagerindex: Erster Produktionsrückgang seit drei Monaten im September

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Österreichischer Einkaufsmanagerindex: Erster Produktionsrückgang seit drei Monaten im September



Ergebnisse auf einen Blick

Hauptindex sinkt aufgrund von Produktions- und Auftragseinbußen
Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist auf Sechs-Monatstief
Anhaltender Rückgang der Verkaufspreise trotz zunehmendem Kostendruck

Rückschlag für die Industrie Österreichs: Die Produktion ging zum Ende des dritten Quartals aufgrund rückläufiger Auftragseingänge wieder zurück, und der Stellenabbau beschleunigte sich infolge eingetrübter Geschäftsaussichten.

Ein weiteres Indiz für die schlechten Nachfragebedingungen war, dass die Verkaufspreise den fünften Monat in Folge reduziert werden mussten, obwohl die Einkaufspreise so rasant zulegten wie seit über zweieinhalb Jahren nicht mehr. Folglich gerieten die Gewinnmargen zunehmend unter Druck.

Nachdem der saisonbereinigte UniCredit Bank Austria Einkaufsmanagerindex (EMI) im August mit 49,1 Punkten ein 37-Monatshoch erreicht hatte, notierte er im September mit 47,6 auf einem Drei-Monatstief. Der Hauptindex setzt sich aus den Unterindizes für Produktion, Auftragseingang, Beschäftigung, Vormateriallager und Lieferzeiten zusammen und spiegelt das Ergebnis der September-Umfrage zur Konjunkturlage der Industrie Österreichs in einem Wert wider.

Hauptgrund für den Rückgang des EMI war, dass die Produktion nach dem stärksten Anstieg seit über drei Jahren im Vormonat erstmals seit drei Monaten wieder geringfügig zurückgefahren wurde.

Ausschlaggebend hierfür waren die deutlicheren Auftragsverluste. So wies der Index Auftragseingang das größte Minus seit Juni aus, was die Umfrageteilnehmer auf eine Reihe von Faktoren zurückführten, darunter die US-Zölle, die Unsicherheit unter den Kunden und den massiven internationalen Wettbewerbsdruck. Dementsprechend sanken auch die Exporte stärker als im Juli und August.

Die Auftragsbestände wurden mit beschleunigter Rate abgebaut. Aufgrund des mangelnden Kapazitätsdrucks verstärkten die Unternehmen auch den Stellenabbau zum zweiten Mal hintereinander, sodass dieser wieder kräftiger ausfiel als in den beiden Vormonaten. Seit Mai 2023 sinkt die Beschäftigung in der Industrie Österreichs bereits ununterbrochen.

Die Einkaufsmenge wurde so deutlich reduziert wie seit drei Monaten nicht, weshalb die Bestände an Vormaterialien schneller abnahmen. Auch die Bestände an Fertigwaren gingen infolge gezielter Lagerabbaubemühungen zurück.

Die Lieferzeiten verlängerten sich indes zum vierten Mal hintereinander und ungefähr genauso stark wie in den drei Vormonaten, was die Befragten auf Kapazitätseinschränkungen auf Lieferantenseite und Engpässe bei bestimmten Materialien zurückführten.

Der dritte Anstieg der Einkaufspreise in Folge war derweil so stark wie zuletzt im Januar 2023, er blieb aber unter seinem Langzeitdurchschnitt.

Ungeachtet des beschleunigten Kostenauftriebs wurden die Verkaufspreise zum fünften Mal hintereinander und noch etwas kräftiger reduziert als im August, was der schwachen Nachfrage und dem daraus resultierenden Wettbewerbsdruck zugeschrieben wurde.

Die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist blieben letztlich zwar positiv, der Optimismus sank jedoch auf den niedrigsten Wert seit März.




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