Spritpreisbremse - Felbermayr wenig überrascht über OMV-Reaktion
Wifo: Durchsetzung der Margenbegrenzung schwierig - Absenkung
der Mineralölsteuer für Österreich "richtig"
Wifo-Chef Gabriel Felbermayr hat sich wenig
überrascht über die Reaktion der OMV auf die Spritpreisbremse
gezeigt. Alle Ökonomen, die sich nach dem Lehrbuch verhalten,
müssten skeptisch sein bei dieser Art der Politik der
Margenbegrenzung, sagte Felbermayr am Mittwoch in Wien. "Es war von
vornherein fraglich, wie das funktionieren kann." Die OMV hatte
angekündigt, die Spritpreisbremse bei Diesel nur teilweise
umzusetzen und begründet dies mit den hohen Importkosten.Wenn man nach Österreich verkauft, müsse man fünf Cent vom Preis
der Marktrotation runtergehen, erklärt Felbermayr. Das sei
angesichts dessen, dass man Diesel und Benzin für fünf Cent mehr
woanders hin verkaufen kann, "ziemlich knapp". Dass die Durchsetzung
schwierig ist, überrascht den Chef des Österreichischen Instituts
für Wirtschaftsforschung nicht.
Andererseits beinhalte die Spritpreisbremse auch die Absenkung
der Mineralölsteuer um fünf Cent. "Wenn die Ölpreise hoch bleiben,
kann man da nachlegen und noch ein bisschen mehr tun", betonte
Felbermayr. Die Idee sei für Österreich "richtig", da man
hierzulande "so viel" an die Inflation indexiert.
hel/kre
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