Frequentis erneut mit Umsatz- und Ergebnisplus
EBIT um knapp die Hälfte höher - Konzernergebnis mit knapp 34
Mio. Euro um rund 43 Prozent gestiegen
Frequentis hat im Vorjahr Umsatz und Ergebnis erneut
im zweistelligen Prozentbereich gesteigert. Der Umsatz stieg um rund
ein Fünftel auf 580,1 Mio. Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) um
knapp die Hälfte auf 46,8 Mio. Euro, bestätigte der börsennotierte
Anbieter von Kommunikations- und Informationssystemen für
Kontrollzentralen am Donnerstag vorläufige Zahlen. Die EBIT-Marge
stieg von 6,7 auf 8,1 Prozent. Mit 33,7 Mio. Euro legte das Ergebnis
um mehr als 43 Prozent zu.Im Vorjahr profitierte der Technologiekonzern jedoch nicht nur
von der guten Geschäftsentwicklung, sondern auch von einem
Claim-Settlement - einem Vergleich - aus einem Projekt im Segment
"Public Safety & Transport", der die Infrastruktur für
Blaulichtorganisationen, die Industrie sowie für den öffentlichen
Verkehr und die Schifffahrt umfasst und für rund 30 Prozent des
Umsatzes verantwortlich ist. Etwa 70 Prozent des Umsatzes entfallen
bei dem Technologiekonzern auf den Bereich "Air Traffic Management"
(ATM), der die Flugsicherung für den zivilen und militärischen
Bereich umfasst.
Für das laufende Geschäftsjahr ist Frequentis nicht zuletzt auf
Grund des hohen Auftragsstandes optimistisch - und hat den
Personalstand um mehr als 200 auf 2.600 Beschäftigte ausgebaut. Im
Vorjahr verzeichnete der Technologiekonzern bei den
Auftragseingängen ein Plus von 16,5 Prozent auf 680,2 Mio. Euro. Der
Auftragsstand stieg um rund ein Drittel auf 794,9 Mio. Euro.
Drei Wachstumsfelder
Wobei Frequentis vor allem drei Wachstumsfelder sieht: Dazu zählt
die Umstellung der sicherheitskritischen Kommunikation für
Blaulichtorganisationen und den öffentlichen Verkehr. Da die
bisherigen Technologien wie TETRA oder GSM-R für die Bahn nicht mehr
den aktuellen Anforderungen gerecht werden, soll die Kommunikation
auf Mission-Critical Services (MCX) umgestellt werden. MCX nutzt
5G-basierte Netze und gewährleistet die Echtzeit-Übermittlung von
Sprache, Daten und Video über Landes- und Organisationsgrenzen
hinweg. Frequentis konnte hier bereits Aufträge an Land ziehen und
ist am MCX-Rollout in Großbritannien für 300.000 Einsatzkräfte
beteiligt.
Um dem wachsenden Drohnen-Verkehr in den Griff zu bekommen,
liefert Frequentis Lösungen für die sichere Überwachung und das
Management von Drohnen. Dazu werden klassische Radarsysteme mit
intelligenten Sensor- und Erkennungstechnologien kombiniert.
Potenzial sieht der Konzern auch beim Remote Digital Tower.
Dieser ermöglicht die Fernüberwachung des Flugverkehrsmanagements
für zivile und militärische Anwendungen. Fluglotsinnen und
Fluglotsen müssen daher nicht mehr im Tower des Flughafens sein. Vor
allem im militärischen Bereich, wo der Tower oft Angriffsziel ist,
ein wesentlicher Vorteil. Aber auch Flugplätze in entlegenen
Gegenden können so effizient gesteuert werden. Diese Technologie ist
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland, England und Brasilien
im Einsatz.
fel/ivn
ISIN ATFREQUENT09
WEB http://www.frequentis.com