Verbund-Gewinn schrumpfte 2025 um ein Fünftel auf 1,49 Mrd. Euro
Weniger Wasserkraft und Gewinnabschöpfung belasten Ergebnis -
EBITDA sinkt um 21,3 Prozent - Dividende von 3,15 Euro
vorgeschlagen - Ausblick 2026 geht von weiterem Rückgang aus -
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Der teilstaatliche Stromkonzern Verbund hat im
Geschäftsjahr 2025 Gewinneinbußen verzeichnet. Das Konzernergebnis
verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 20,6 Prozent auf 1.489,4
Mio. Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Hauptgründe
für das Minus waren eine deutlich geringere Stromproduktion aus
Wasserkraft sowie negative Effekte durch die verlängerte staatliche
Gewinnabschöpfung in Höhe von 135,9 Mio. Euro.Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank
im Vorjahresvergleich um 21,3 Prozent auf 2.737,5 Mio. Euro. Das um
Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis lag mit 1.472,1 Mio. Euro
um 25,5 Prozent unter dem Wert von 2024. Die Stromerzeugung aus
Wasserkraft ging insgesamt um 24,2 Prozent auf 25.370
Gigawattstunden (GWh) zurück. Der Erzeugungskoeffizient der
Laufwasserkraftwerke lag mit 0,79 deutlich unter dem langjährigen
Durchschnitt. Auch die Erzeugung der Wind- und Photovoltaikanlagen
war aufgrund eines geringeren Dargebots rückläufig.
135,9 Mio. Euro Gewinnabschöpfung
Zusätzlich drückten die Aufwendungen für die Gewinnabschöpfung
das Ergebnis, die sich in der Berichtsperiode in Österreich auf
135,9 Mio. Euro beliefen. Der durchschnittlich erzielte Absatzpreis
für Strom aus Wasserkraft fiel am Großhandelsmarkt leicht um 1,7
Euro auf 116,3 Euro pro Megawattstunde (MWh). Den Aktionärinnen und
Aktionären wird für 2025 eine Gesamtdividende von 3,15 Euro je Aktie
vorgeschlagen. Diese setzt sich aus einer ordentlichen Dividende von
2,00 Euro und einer Sonderdividende von 1,15 Euro zusammen. Die
Sonderdividende entspricht einem Betrag von rund 400 Mio. Euro.
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet der Verbund einen weiteren
Ergebnisrückgang. Auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung
prognostiziert das Unternehmen ein EBITDA zwischen rund 2,0 und 2,5
Mrd. Mio. Euro sowie ein Konzernergebnis zwischen 900 Mio. und 1,2
Mrd. Mio. Euro. Die geplante Ausschüttungsquote soll zwischen 45 und
55 Prozent des um Einmaleffekte bereinigten Konzernergebnisses
liegen.
ivn/bel
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