Semperit-Gewinn 2025 fast komplett weggeschmolzen
Ergebnis nach Steuern bricht um 96 Prozent auf 0,4 Mio. Euro
ein - Währungseffekte und Abschreibungen belasten - Nullrunde
bei Dividende - Operatives EBITDA aber über Prognose
Der an der Wiener Börse notierte Gummi- und
Kautschukkonzern Semperit hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025
einen massiven Gewinneinbruch erlitten. Unterm Strich blieben nach
Steuern nur noch 0,4 Mio. Euro übrig, was einem Minus von über 96
Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Aktionäre sollen
infolgedessen für 2025 keine Dividende erhalten, teilte das
Unternehmen am Mittwoch mit.Der Umsatz des Industriekonzerns ging 2025 leicht um 2,1 Prozent
auf 662,4 Mio. Euro zurück. Das ausgewiesene Betriebsergebnis (EBIT)
brach um knapp 27 Prozent auf 25,6 Mio. Euro ein. Belastet wurde das
Ergebnis unter anderem durch Wertminderungen in Höhe von 3,3 Mio.
Euro auf den Kundenstock im Bereich Flüssigsilikon (LSR). Zusätzlich
drückten negative Währungseffekte von 4,5 Mio. Euro infolge eines
schwächeren US-Dollars auf das Finanzergebnis.
Um die finanzielle Basis für künftige Wachstums- und
Innovationsprojekte zu stärken, plant der Vorstand die Aussetzung
der Dividende. Für das Jahr 2024 waren noch 0,50 Euro je Aktie
ausgeschüttet worden. Einen Lichtblick gab es beim operativen
Ergebnis (EBITDA) vor Projektkosten: Dieses sank zwar um 3,2 Prozent
auf 83,6 Mio. Euro, übertraf damit aber die Erwartungen und die
eigene Prognose. Im zweiten Halbjahr habe das Unternehmen zudem
deutlich an operativer Dynamik gewonnen.
Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Management mit einer
Rückkehr auf den Wachstumskurs. Das operative EBITDA soll auf rund
95 Mio. Euro steigen und der Umsatz im höheren einstelligen
Prozentbereich zulegen.
ivn/bel
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