Österreichische Post sieht noch einigen KI-Aufholbedarf bei Firmen
Bank99 vergibt Konsumkredite bis 40.000 Euro nach
KI-Überprüfung - Bei Ablehnung nochmals menschliche Kontrolle
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KORREKTUR-HINWEIS
In APA0243 vom 26.02.2026 muss es im Untertitel und 2. Absatz im 3.
Satz richtig heißen: ... bis 40.000 ... (nicht: ... bis 14.000 ...)
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Die Österreichische Post hat auch heuer wieder den
Stand bei der Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) bei
mittleren bis großen Firmen abgefragt (Sample: 500). Das Ergebnis:
Es geht voran, aber es gibt noch viel zu tun. Zwei Drittel der
Befragten setzen auf KI, was immerhin mehr als dreimal so viele wie
2023 sind. Aber: Trotz KI-Boom wird der Digitalisierungs- und
Automatisierungsgrad niedriger als in den Jahren zuvor eingeschätzt
und liegt lediglich bei 49 Prozent.
Es fehle vielfach an Ressourcen, hier will sich die Post-Tochter
Post Business Solutions als Anbieter positionieren. Wie dies
aussehen könnte zeigte am Donnerstag deren Leiter George Wallner am
Beispiel der Post-eigenen Bank99 bei der Vergabe von Konsumkrediten.
Bis zu einer Höhe von 40.000 Euro entscheide die KI über die
Kreditwürdigkeit - lediglich bei einer Ablehnung der Kreditvergabe
trifft noch einmal eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter der Bank
eine Entscheidung.
KI als Betrugs-Aufdeckerin
Über die Jahre habe die Post Business Solutions auch große
Fortschritte bei der Betrugserkennung durch KI gemacht. Als Beispiel
wurde ein Kontoauszug genannt, bei dem hohe Ausgaben für Glücksspiel
versucht wurden zu verschleiern. Die optischen Änderungen dabei
waren zwar für das freie Auge kaum sichtbar, der KI blieb es aber
nicht verborgen.
Inzwischen würden im Internet zahllose Programme zur Erstellung
gefälschter Rechnungen angeboten. Wallner selbst zeigte als Beispiel
die Rechnung eines bekannten Wiener Restaurants, bei dem schnell
einmal die Summe der Originalrechnung verdoppelt wurde, inkl.
korrekter Steuerangaben. Auch hier war dies nur schwer mit dem
menschlichen Auge erkennbar, die KI realisierte aber die
unterschiedliche Pixel-Auflösung zwischen Original und Fake.
KI kein Jobkiller
Zur Diskussion, ob KI ein Jobkiller sei, betonte
Post-Finanzchefin Barbara Potisk-Eibensteiner vor Medienvertretern:
Nein, aber ein Jobtransformator. Die generative KI werde
Geschäftsprozesse verändern. Derzeit würden die Unternehmen vor
allem drei Vorteile durch Künstliche Intelligenz sehen:
Automatisierung, Produktivitätssteigerungen und schnellere
Datenanalysen.
Wobei: "Der Einsatz von KI allein macht noch keine digitale
Transformation. Die Zahlen zeigen deutlich: Österreichs Unternehmen
kaufen zwar Tools und wollen KI noch stärker in ihre
Geschäftsprozesse einbinden, aber die Hälfte der Unternehmen hat
diesbezüglich keine klare Strategie. Ohne strukturierte Daten,
strategische Ausrichtung und ausreichende Ressourcen bleibt jedoch
die beste KI wirkungslos", warnt Potisk-Eibensteiner.
stf/spo
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WEB http://www.post.at
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