Raiffeisen Holding veräußert Strabag-Aktien für rund 180 Mio. Euro
Streubesitz erhöht sich - Syndikat bleibt unverändert
Die Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien hat
Strabag-Aktien im Wert von rund 180 Mio. Euro am Markt platziert. In
einer Analyse der Erste Group zur Strabag wird auf einen
Bloomberg-Artikel verwiesen, laut dem die Raiffeisen 2,08 Millionen
Aktien zu einem Preis von 86,5 Euro je Aktie angeboten habe. Das
entspreche einem Abschlag von über 11 Prozent gegenüber dem
Schlusskurs von Mittwoch. Auch die Tageszeitung "Die Presse"
berichtete am Donnerstag über den Verkauf."Die Strabag Aktie hat sich in den letzten Monaten sehr gut
entwickelt und wir haben uns entschieden als Teil unserer laufenden
Portfolio- und Risikomanagement Überlegungen einen geringen Teil
unserer Beteiligung zu verkaufen. Ein höherer Streubesitz in den
Aktien der STRABAG SE macht sie für Anleger attraktiver", heißt es
von der Raiffeisen Holding.
In der Tat dürfte Raiffeisen mit dem Verkauf gut verdienen.
Allein in den vergangenen 52 Wochen haben die Strabag-Aktien um
84,82 Prozent zugelegt. Am heutigen Donnerstag standen sie im Zuge
der Platzierung allerdings um rund sechseinhalb Prozent im Minus bei
91,00 Euro.
Höherer Streubesitz
Auch der Interessenverband für Anleger (IVA) freut sich über den
steigenden Streubesitz. "Ein hoher Streubesitz steht einer positiven
Unternehmensentwicklung meist nicht entgegen", so IVA-Vorstand
Florian Beckermann gegenüber der APA. Zuletzt lag der Streubesitz
laut Strabag-Homepage bei 16,2 Prozent. Mit der Transaktion, deren
Closing für den 23. Februar geplant ist, werde er laut Strabag auf
18 Prozent steigen.
An dem bestehenden Syndikat zwischen Raiffeisen Holding, UNIQA
und der Privatstiftung Haselsteiner ändert sich nach der Platzierung
nichts. Angeboten worden seien nur Aktien, die nicht Teil des
Syndikats waren, hieß es aus der Raiffeisen.
bel/stf
ISIN AT000000STR1
WEB http://www.strabag.com
http://www.rhnoew.at
ISIN IE00BYTBXV33
WEB https://www.laudamotion.com
http://www.ryanair.com