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voestalpine-CEO: Ohne Reformen droht weitere Industrie-Abwanderung


Eibensteiner fordert rasche Reparaturen beim CO2-Grenzausgleichssystem und Verlängerung der CO2-Freizertifikate - Dekarbonisierungsprojekt "greentec steel" im Zeitplan



Ohne rasche Strukturreformen und verlässliche Rahmenbedingungen droht der europäischen Industrie eine weitere Abwanderung, warnt voestalpine-CEO Herbert Eibensteiner. Er verlangte am Montagabend in einem Hintergrundgespräch leistbare Energie, schnellere Genehmigungen und Unterstützung durch die österreichische Regierung in Brüssel bei der Umsetzung von "Reparaturen" beim CO2-Grenzausgleichssystem CBAM und der Verlängerung der CO2-Freizertifikate.
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Zwar begrüßte Eibensteiner, dass Industriepolitik, Wettbewerbsfähigkeit und Energiepreise stärker in den Fokus rücken. Entscheidend sei aber eine rasche und pragmatische Umsetzung. "Andernfalls droht eine weitere, dramatische Abwanderung der europäischen Industrie und damit ein dauerhafter Verlust von gut bezahlten Arbeitsplätzen", sagte er.

Eibensteiner: Temporäre Beihilfen reichen nicht

Als Schritte in die richtige Richtung nannte er unter anderem die Verlängerung der Strompreiskompensation, einen befristeten Industriestrompreis sowie Verfahrensbeschleunigungen bei Umweltverträglichkeitsprüfungen. Temporäre Beihilfen könnten strukturelle Maßnahmen jedoch nicht ersetzen, zentral seien unter anderem "CBAM-Reparaturen" (Carbon Border Adjustment Mechanism) und eine Verlängerung der CO2-Freizertifikate.

Die voestalpine verweist darauf, dass der Konzern in den letzten zehn Jahren 5,6 Mrd. Euro in Österreich investiert habe. Auch das Dekarbonisierungsprojekt "greentec steel" komme gut voran, sagte Eibensteiner. "Wir haben bereits mehr als 500 Mio. Euro investiert und werden die Bauarbeiten in Linz und Donawitz bis 2027 abschließen." Bis 2029 will die voestalpine damit die CO2-Emissionen gegenüber 2019 um bis zu 30 Prozent senken. "Das Projekt liegt mit einem Investitionsvolumen von rund 1,5 Mrd. Euro nach wie vor im Kosten- und Zeitplan. Und dies obwohl zum Beispiel die Lohnkosten massiv gestiegen sind."

ivn/sag

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