Schoeller-Bleck. - SBO erlitt Gewinneinbruch

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SBO erlitt Gewinneinbruch


Der Umsatz sank heuer in den ersten drei Quartalen um 15,8 Prozent auf 358 Mio. Euro - Nettogewinn ging von 34,4 auf 21,6 Mio. Euro zurück



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Der Ölfeldausrüster SBO hat in den ersten neun Monaten 2025 einen massiven Rückgang bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet. Die Erlöse sanken um 15,8 Prozent auf 358,2 Mio. Euro und der Gewinn nach Steuern verringerte sich von 34,4 auf 21,6 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. "Angesichts des äußerst herausfordernden Umfelds" bewertete Firmenchef Klaus Mader die aktuellen Zahlen im Gespräch mit der APA als "durchaus solide".

Die SBO sei nach wie vor überwiegend in der Öl- und Gasindustrie unterwegs, so Mader. Das Öl-Überangebot, die verminderten Investitionen wegen des geringen Ölpreises und die gesamte Zollsituation machten das dritte Quartal zusätzlich herausfordernd. Wegen des Zolls herrsche enorme Unsicherheit, weil "unsere Kunden nicht wissen, wo sie bestellen sollen".

Unterschiedliche Entwicklungen der Sparten

Besonders die Precision-Technology-Division litt unter Investitionszurückhaltung, unsicheren Zollregelungen und geringerer Bohraktivität. Ihr Umsatz sank auf 150,5 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 17,4 Mio. Euro. In der Energy-Equipment-Sparte stiegen die Erlöse leicht auf 207,7 Mio. Euro, das EBIT verbesserte sich deutlich auf 22,2 Mio. Euro. "Hier haben wir Marktanteile gewonnen, weil wir mit neuen Produkten gekommen sind", sagte CEO Mader. In diesem Segment sei auch "klug" im Vorjahr in wachsende Regionen investiert worden - etwa im nahen Mittleren Osten oder in Südamerika.

Die Bilanz blieb solide: Die Eigenkapitalquote lag bei 47,6 Prozent, die liquiden Mittel bei 281,9 Mio. Euro. Strategisch setzte SBO Schritte zur Diversifizierung, unter anderem mit der Übernahme des 3D-Metalldruck-Spezialisten 3T und dem Ausbau des Flow-Control- und Geothermie-Geschäfts. "Wir können uns diese strategischen Investitionen auch leisten", betonte der Firmenchef.

Allerdings sehe er die SBO hier "erst am Beginn". Er wolle die "Leistungen, die wir über Jahrzehnte eigentlich ausschließlich der Öl- und Gasindustrie angeboten haben, zukünftig als Hochtechnologie-Unternehmen auch anderen Industrien anbieten". Bei der Geothermie wachse die SBO enorm, so Mader, wenn auch noch auf geringem Niveau. Beim 3D-Metalldruck sei man bereits in anderen Bereichen erfolgreich, wie etwa in der Luft- und Raumfahrt, Halbleiter- oder Rüstungsindustrie.

Ausblick verhalten

Der Ausblick bleibt verhalten. Laut Internationaler Energieagentur (IEA) ist 2026 mit einem Öl-Überangebot und damit gedämpften Preisen zu rechnen. Geopolitische Spannungen und laufende Zolländerungen würden die Planung zusätzlich erschweren, teilte das Unternehmen mit. Die SBO sieht jedoch Chancen in margenstarken Zukunftsfeldern wie Flow-Control-Anwendungen, Geothermie und Metal Additive Manufacturing.

Das Unternehmen agiert laut Mader auf zwei Zeitschienen. Einerseits steuere man die derzeitigen Marktherausforderungen - "das können wir" -, andererseits investiere man langfristig in die Zukunft. Im vierten Quartal gäbe es durchaus mehr Kundenanfragen, aber das Umfeld sei derzeit noch "von viel Unsicherheit geprägt", berichtete Mader. "Wenn sich das löst, dann wird auch wieder ordentlich investiert."

rst/ivn/kre

ISIN AT0000946652 WEB http://www.sbo.co.at

 ISIN  AT000000STR1
 WEB   http://www.strabag.com



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