AMAG in den ersten drei Quartalen mit Gewinneinbruch
Gewinn nach Steuern sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um
fast 38 Prozent auf 33,8 Mio. Euro - Umsatzerlöse stiegen um
5,4 Prozent auf 1,14 Mrd. Euro - Ausblick bestätigt
Die AMAG Austria Metall AG hat heuer in
den ersten neun Monaten bei leicht erhöhten Umsätzen einen
Gewinneinbruch erlitten. Das Ergebnis nach Steuern verringerte sich
im Jahresabstand "in einem verhaltenen und handelspolitisch
gehemmten Wirtschaftsumfeld" von 54,3 auf 33,8 Mio. Euro (minus 37,7
Prozent), wie das Unternehmen am Donnerstag bekanntgab. Die
Verkaufserlöse stiegen um 5,4 Prozent auf 1,14 Mrd. Euro. Im dritten
Quartal halbierte sich der Gewinn auf 10,4 Mio. Euro.Das Unternehmen steuert gegen. "Die vielseitigen
Stabilisierungsmaßnahmen, die wir in den letzten Monaten verstärkt
gesetzt haben, tragen bereits Früchte", versicherte
AMAG-Vorstandschef Helmut Kaufmann. Durch Produktivitätssteigerungen
am Standort Ranshofen, ein konsequentes Liquiditätsmanagement und
klaren Fokus auf Kosteneffizienz hätten "die zunehmend negativen
Markteinflüsse im dritten Quartal" weitestgehend kompensiert werden
können.
Operatives Ergebnis deutlich schwächer
In den ersten drei Quartalen 2025 verringerte sich das Ergebnis
vor Zinsen und Steuern (EBIT) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um gut
ein Drittel von 80,7 auf 53,2 Mio. Euro (minus 34,1 Prozent). Der
Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank um 22,6
Prozent auf 114,2 Mio. Euro. Im dritten Quartal habe das EBITDA
"trotz zunehmender Belastung durch US-Zölle und gestiegene
Preissensibilität" auf dem Niveau des zweiten Quartals 2025 gehalten
werden können.
Das Segment Metall habe heuer bisher von einem attraktiven
Aluminiumpreis profitiert und somit die durch die US-Zölle bedingt
geringeren Prämienerlöse zum Teil kompensieren können. Im Segment
Gießen habe sich das anhaltend schwache Marktumfeld in der
Automobilindustrie erwartungsgemäß auch auf das Ergebnis ausgewirkt.
Unter anderem dämpfe die im Vorjahresvergleich gesteigerte
Produktivität den Einfluss ab. Auch das Segment Walzen zeige sich
vom anhaltend schwachen Konjunkturumfeld und den US-Zöllen
beeinflusst.
Der Umsatzanstieg sei "insbesondere einem um 6,7 Prozent höheren
Aluminiumpreis" in Dollar zu verdanken. Der Gesamtabsatz der
AMAG-Gruppe lag mit 320.800 Tonnen um 0,8 Prozent unter jenem des
Vergleichszeitraums im Vorjahr (323.300 Tonnen). Im dritten Quartal
ging der Absatz allerdings mit einem Minus von 8 Prozent auf 100.400
Tonnen wesentlich massiver zurück.
Beschäftigtenstand gesunken
Der Personalstand verringerte sich zwischen Jänner und September
um 1,6 Prozent auf 2.199 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
(Vollzeitäquivalente inklusive Leihpersonal, aber ohne Lehrlinge und
Ferialpraktikanten).
Der Ausblick auf das gesamte Geschäftsjahr wurde bestätigt. Die
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen würden sich im vierten Quartal
nicht wesentlich verändern - das globale Umfeld bleibe
"herausfordernd und uneinheitlich". Damit blieben die
Herausforderungen für die operativen AMAG-Segmente bestehen. Im
Segment Metall sei trotz des Wegfalls der US-Zollbefreiung für
Kanada "weiterhin mit einer guten Ergebnisentwicklung" zu rechnen.
Das Management erwartet im Gesamtjahr ein EBITDA "am oberen Ende
der aktuell vorliegenden Ergebnisbandbreite" von 110 bis 130 Mio.
Euro. Allerdings könnten insbesondere Bewertungseffekte, deren
Eintrittswahrscheinlichkeit nur bedingt prognostiziert werden könne,
das Ergebnis erfahrungsgemäß stark beeinflussen. "Trotz der aktuell
verhaltenen Stimmungslage sind wir überzeugt, dass die AMAG
zukunftsfit aufgestellt ist und vom nächsten Wirtschaftsaufschwung,
der bestimmt kommen wird, profitiert", so Kaufmann.
kre/bel
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