Marktanalyse Österreich
Der ATX rutschte diese Woche mit -0,6% Richtung 4.600-Punkte-Marke zurück und startete damit im Einklang mit den europäischen Aktienmärkten verhalten in den September. Im Fokus der Anleger standen die gestiegenen Renditen an den Staatsanleihenmärkten da die steigenden Staatsverschuldungen verstärkt thematisiert wurden. Gleichzeitig gilt eine US-Zinssenkung Mitte September bereits als ausgemacht. Im ATX schlossen neben den Bankentiteln nur die Telekom Austria und die Österreichische Post mit positivem Vorzeichen. AT&S und CA Immo bildeten die Schlusslichter. Unternehmensnachrichten gab es nach Abschluss der Berichtssaison nur wenige diese Woche.
Die Zumtobel legte gestern ihre Ergebnisse zum 1. Quartal 2025/26 vor. Der Quartalsumsatz war zum 4. Mal in Folge rückläufig und das Quartalsergebnis rutschte infolge von Schließungskosten für ein Werk in den USA ins Minus. Der Vorstand kündigte ein Kostensparprogramm an und bestätigte den Ausblick für das heurige Wirtschaftsjahr.
Diese Woche haben wir unsere Kaufen-Empfehlungen für Andritz, FACC und UBM bestätigt. Die Andritz konnte im 1. Halbjahr auch in einem schwierigen Umfeld einen neuen Rekordauftragsstand präsentieren und die Marge leicht steigern. Bewertung und Dividendenrendite bleiben sehr attraktiv. Die FACC sehen wir als Tier 1-Zulieferer weiter als Profiteur der starken Entwicklung der Flugindustrie und der Nachfrage nach neuen effizienten Flugzeugen. Die UBM präsentierte zuletzt wieder ein Quartal mit Vorsteuergewinn. Vor allem der Wohnbau sollte sich in den kommenden Jahren sehr gut entwickeln.
Im Zuge der halbjährlichen Überprüfung der ATX-Zusammensetzung werden STRABAG und PORR ab 22. September die Telekom Austria und Mayr-Melnhof ersetzen.
Ausblick
Kommende Woche präsentiert der Flughafen Wien die Verkehrsergebnisse für den August.