Q3-Zahlen über Erwartungen, Ausblick 2024/25 bestätigt
Die EVN veröffentlichte diese Woche die Ergebnisse zu den ersten drei Quartalen 2024/25, die durchgehend über unseren Erwartungen lagen. In Summe lag der Umsatz mit EUR 2,36 Mrd. um 5,0% über dem Vorjahreswert dank positiver Mengen- und Preiseffekte in den Verteilnetzen in Niederösterreich sowie in Bulgarien und Nordmazedonien. Die kühleren Temperaturen im Winterhalbjahr bewirkten zudem einen Umsatzanstieg bei der EVN Wärme. Abgeschwächt wurden diese Entwicklungen durch preis- und mengenbedingt rückläufige Erlöse aus der Vermarktung der eigenen erneuerbaren Erzeugung und im Erdgashandel sowie negativer Effekte aus der Bewertung von Absicherungsgeschäften. Das EBITDA stieg aus Jahressicht um 14,2% auf EUR 713,6 Mio. Das Konzernergebnis lag jedoch mit EUR 434,7 Mio. um -9,4% unter dem Vorjahr wobei der Rückgang auf die niedrigere Verbund-Dividende (EUR 2,80 gegenüber EUR 4,15 pro Aktie) zurückzuführen war. Die Bilanz bildet mit einer Nettoverschuldung von EUR 1,1 Mrd. und einer EK-Quote von 61,3% weiter eine solide Basis für das Investitionsprogramm mit jährlich EUR 900 Mio. bis 2030.
Der Ausblick 2024/25 mit einem Konzernergebnis in der Bandbreite von EUR 400–440 Mio. und die Dividendenpolitik (mind. EUR 0,82/Aktie plus Beteiligung am Gewinnwachstum) wurden bestätigt.
Ausblick
Nach den starken 9-Monats-Zahlen mit einem Nettogewinn von rund EUR 435 Mio. stufen wir das bestätigte Ziel für das Gesamtjahr mit EUR 400- 440 Mio. als eher konservativ ein. Wir bleiben klar bei unserer positiven Einschätzung der Aktie, deren operatives Geschäft (ohne Verbund-Anteil) derzeit mit einem KGV von 3,6-4,1x bewertet ist.