UNIQA profitierte im 1. Halbjahr von starkem Osteuropageschäft
Konzernergebnis stieg um 5,3 Prozent auf 232,5 Mio. Euro -
Starke Dynamik in Zentral- und Osteuropa - Wenige
Unwetterschäden in der ersten Jahreshälfte - GRAFIK
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Durchgehend neu aufgezogen nach Gespräch mit UNIQA-CEO Brandstetter
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Getragen von einem starken Wachstum in Osteuropa hat
der börsennotierte Versicherer UNIQA in der ersten Jahreshälfte 2025
sowohl bei den Prämien als beim Gewinn deutlich zugelegt. Die
CEE-Region (Zentral- und Osteuropa; Anm.) sei "unverändert der große
Wachstumsmotor", sagte UNIQA-Chef Andreas Brandstetter am Freitag
nach der Ergebnisvorlage gegenüber der APA. Das Jahr sei zudem
bisher wenig von Schäden durch Naturkatastrophen geprägt.
"Das muss nicht so bleiben", warnt der
UNIQA-Vorstandsvorsitzende. Die Versicherungen in Europa seien vor
allem im Sommer von Naturkatastrophen betroffen. Wie zum
Jahresanfang habe man heuer aber auch im zweiten Quartal "relativ
wenige Schäden" durch Naturereignisse verzeichnet. In der im Kontext
des Klimawandels viel diskutierten verpflichtenden
Elementarversicherung sieht Brandstetter keine Forderung seiner
Branche. Die Versicherer würden die Politik lediglich auf
existierende öffentlich-private Partnerschaftsmodelle aufmerksam
machen, um die Bevölkerung besser vor Naturkatastrophen zu schützen.
Prämienwachstum von 17 Prozent in Polen
Die Prämien für das erste Halbjahr sind im Gesamtkonzern um 9,7
Prozent auf 4,4 Milliarden Euro gestiegen. Im Wachstumsmarkt Polen
sei es ein Zuwachs um 17 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode im
Vorjahr gewesen. Das Land sei mit über fünf Millionen Kundinnen und
Kunden der größte und auch ein sehr profitabler Markt für die UNIQA.
In Österreich gab es ein Prämienplus von 4,8 Prozent, wobei die
private Krankheitsvorsorge eine wichtige Rolle gespielt habe,
erklärt der CEO. Im internationalen Geschäft betrug der
Prämienzuwachs 10,8 Prozent.
Angesichts der positiven Entwicklung in den beiden ersten
Quartalen des Jahres habe der Versicherungskonzern den Ausblick um
etwas weniger als zehn Prozent angehoben, so Brandstetter. Man
erwarte ein Ergebnis vor Steuern zwischen 490 und 510 Millionen
Euro. Eine positive Entwicklung wird auch hier vor allem in
Osteuropa erwartet. Gut laufe auch das Geschäft mit Schadens- und
Unfallversicherungen.
Ausstieg aus Albanien, Nordmazedonien und Kosovo vollzogen
Das Konzernergebnis stieg um 5,3 Prozent auf 232,5 Millionen
Euro. Im ersten Halbjahr wurde das Ergebnis vor Steuern um 6,5
Prozent auf 295,5 Mio. Euro gesteigert. Die Netto-Combined-Ratio
(Schaden-Kosten-Quote) betrug 90,5 Prozent.
Mit Blick auf die Ankündigung von Ende Mai, rund 1,5 Prozent der
Aktien des Baukonzerns Strabag zu verkaufen, betonte Brandstetter,
dass "Strabag eine Kernbeteiligung der UNIQA" bleibe. Grund für die
Veräußerung sei der starke Wertzuwachs der Strabag-Aktien gewesen.
Der Ausstieg aus Albanien, Nordmazedonien und Kosovo ist
unterdessen vollzogen, nachdem die Regulatoren in allen drei Ländern
grünes Licht gegeben haben.
(Redaktionelle Hinweise: 1080-25, Format 88 x 88 mm)
spo/tpo
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