Schoeller-Bleck. - SBO behauptet sich in anspruchsvollem Marktumfeld mit zweistelliger EBIT-Marge

SCHOELLER-BLECK.

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SBO behauptet sich in anspruchsvollem Marktumfeld mit zweistelliger EBIT-Marge



Umsatz marktbedingt rückläufig, aber solide bei MEUR 253,6
EBITDA bei MEUR 44,5 (Marge 17,5%); EBIT von MEUR 28,6 (Marge 11,3%)
Precision Technology (PT)-Ergebnis von niedriger Nachfrage geprägt
Energy Equipment (EE) mit deutlich verbesserter Performance
Erwerb von 3T Additive Manufacturing Ltd. im August zur weiteren Stärkung der Position im 3D-Metalldruck
Umfirmierung zu SBO AG erfolgreich abgeschlossen

Das erste Halbjahr 2025 von SBO AG, im Leitindex ATX der Wiener Börse notiert, war von deutlicher Marktunsicherheit und verhaltener Investitionstätigkeit geprägt. SBO begegnete den Marktherausforderungen proaktiv mit gezielten Maßnahmen wie der Optimierung von Lieferketten und Kapazitätsanpassungen. Das Unternehmen stärkte seine Marktposition durch den Ausbau strategischer Standorte in Saudi-Arabien und Vietnam und erzielte Fortschritte in neuen Geschäftsfeldern wie Geothermie und Carbon Capture & Storage. Im Bereich der additiven Fertigung für High-End-Industrien hat SBO am 19. August 2025 eine Vereinbarung zum Erwerb von 3T Additive Manufacturing Ltd. geschlossen. Mit 1. Juli 2025 wurde die rechtliche Umfirmierung von SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft in SBO AG abgeschlossen. Trotz des herausfordernden Umfeldes, das sich auch in den Finanzkennzahlen widerspiegelt, erzielte SBO weiterhin zweistellige operative Margen.

Der Auftragseingang von MEUR 216,9 (1–6/2024: MEUR 248,7) und der Auftragsbestand der Gruppe, der Ende Juni bei MEUR 103,3 lag (31.12.2024: MEUR 141,8), zeigen die anhaltend gesunkene Investitionstätigkeit der Kunden. Der Umsatz von SBO erreichte im ersten Halbjahr den soliden Wert von MEUR 253,6 (1–6/2024: MEUR 288,1), wobei der Umsatzrückgang in der Precision Technology (PT)-Division (-31,2%) durch die positive Entwicklung in der Energy Equipment (EE)-Division (+11,0%) teilweise kompensiert wurde.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kam auf MEUR 44,5 und lag damit trotz des Umsatzrückgangs bei einer weitgehend stabilen Marge von 17,5% (1–6/2024: MEUR 53,1, 18,4%), da die geringere Auslastung in der PT-Division durch eine signifikante Ergebnisverbesserung in der EE-Division größtenteils ausgeglichen wurde. Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug MEUR 28,6 bei einer Marge von 11,3% (1–6/2024: MEUR 36,6, 12,7%). Das Ergebnis vor Steuern erreichte MEUR 26,0 (1–6/2024: MEUR 33,8). Das Ergebnis nach Steuern lag bei MEUR 18,5 (1–6/2024: MEUR 25,0), was einem Ergebnis je Aktie von EUR 1,18 (1-6/2024: EUR 1,58) entspricht.

CEO Klaus Mader über den bisherigen Geschäftsverlauf: „Trotz einer deutlichen Marktabschwächung haben wir SBO im ersten Halbjahr 2025 stabil auf Kurs gehalten. Wir managen diese Situation mit Kostendisziplin und halten unverändert an unseren strategischen Initiativen fest.“

Segmente

Das Geschäft der SBO-Gruppe ist in zwei Segmente unterteilt: Precision Technology (PT) und Energy Equipment (EE). Die Precision Technology-Division war im ersten Halbjahr 2025 weiterhin von einem unsicheren Marktumfeld und einer rückläufigen Kundennachfrage geprägt. Der Umsatz sank um 31,2% auf MEUR 107,6 (1–6/2024: MEUR 156,5), was sich deutlich auf das operative Ergebnis auswirkte: Das EBITDA verringerte sich auf MEUR 22,4 (1–6/2024: MEUR 40,6), wobei die EBITDA-Marge weiterhin hohe 20,8% betrug (1–6/2024: 26,0%). Das EBIT halbierte sich gegenüber dem Vorjahr auf MEUR 16,4 (1–6/2024: MEUR 35,6), blieb aber bei einer soliden Marge von 15,3% (1-6/2024: 22,8%). SBO reagierte auf die rückläufige Nachfrage mit einer Anpassung der Kapazitäten und Kostenstrukturen, wobei Kernkompetenzen gesichert und strategische Initiativen weiterverfolgt werden.

Die Energy Equipment-Division konnte ihre Performance im ersten Halbjahr 2025 trotz der anhaltend rückläufigen Bohr- und Komplettierungsaktivitäten in den USA deutlich verbessern. Gestützt durch die positive Nachfrage nach SBOs technologischen Innovationen, vor allem im Well Completions-Bereich, und die erfolgten Marktexpansionsschritte wurde ein Wachstum von 11,0% und ein Umsatz von MEUR 146,0 erzielt (1–6/2024: MEUR 131,6). Auch die operativen Ergebnisse steigerten sich signifikant gegenüber dem Vorjahreszeitraum, der von Sondereffekten betroffen war. Das EBITDA wurde auf MEUR 25,6 beinahe verdoppelt (1–6/2024: MEUR 13,5), die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 17,6% (1–6/2024: 10,2%). Das EBIT stieg auf MEUR 16,0 (1–6/2024: MEUR 2,2) bei einer EBIT-Marge von 10,9% (1–6/2024: 1,7%).

Cashflow und Bilanz bleiben solide

SBO generierte einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von MEUR 37,1 (1–6/2024: MEUR 42,2) und einen Freien Cashflow von MEUR 18,4 (1–6/2024: MEUR 27,7). Beide lagen aufgrund des geringeren Ergebnisses unter dem Vorjahresniveau. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Nutzungsrechte) beliefen sich auf MEUR 19,7 (1-6/2024: MEUR 16,7) und umfassten unter anderem Investitionen in den Ausbau der Standorte im Nahen Osten und in Vietnam.

Die liquiden Mittel lagen zum 30. Juni 2025 bei MEUR 278,9 (31. Dezember 2024: MEUR 314,7). Neben der Dividendenzahlung von MEUR 27,6 war der Rückgang der liquiden Mittel vor allem auf negative Wechselkurseffekte (MEUR 13,9) durch die Abschwächung des US-Dollars zurückzuführen. Das Eigenkapital betrug zum 30. Juni 2025 MEUR 418,6 (31. Dezember 2024: MEUR 492,7), belastet von Währungsumrechnungseffekten in Höhe von MEUR 65,1. Das führte zu einer Eigenkapitalquote von 47,0% (31. Dezember 2024: 50,0%). Die Nettoverschuldung stieg auf MEUR 82,3 (31. Dezember 2024: MEUR 56,0), auch beeinflusst durch die US-Dollar-Abschwächung. Das Gearing erhöhte sich daher auf 19,7% (31. Dezember 2024: 11,4%). Die hohe Liquidität und finanzielle Stabilität von SBO bilden eine solide Grundlage für die Umsetzung der Wachstumsstrategie.



ATX (Wiener Börse Index) : 5783.04 -0.5% ATX Intraday Chart Börse Wien
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