Wienerberger erholte sich zum Halbjahr deutlich
Gewinn nach Steuern kletterte gegenüber dem Vorjahreszeitraum
von 0,55 Mio. auf 108 Mio. Euro - Umsatz stieg um 6 Prozent
auf 2,35 Mrd. Euro - Ausblick auf Gesamtjahr bestätigt -
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Der börsennotierte Baustoffkonzern Wienerberger hat
seine Ergebnisse heuer im ersten Halbjahr gegenüber der
Vorjahresperiode massiv verbessert. Getrieben durch das Rohr-, Dach-
und Infrastrukturgeschäft legte der Gewinn nach Steuern gegenüber
dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 0,55 Mio. auf 108 Mio. Euro
zu, wie der weltgrößte Ziegelhersteller bekanntgab. Der Gewinn je
Aktie (EPS) erhöhte sich von 0 auf "rund 1 Euro". Der Umsatz stieg
um 6 Prozent auf 2,35 Mrd. Euro.
"Das ist ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis in einem ziemlich
herausfordernden Marktumfeld", sagte Konzernchef Heimo Scheuch am
Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Das Ergebnis
stütze sich zunehmend auf den Renovierungs- und
Infrastrukturbereich. "Der Neubausektor bleibt in den meisten
europäischen Märkten schwach." Das hohe Zinsniveau bremse weiterhin
die Erholung der Neubaumärkte. Die Bauwirtschaft sei weiterhin stark
belastet.
Strikter Sparkurs
"Wir haben frühzeitig und entschlossen auf veränderte
Marktbedingungen reagiert und uns auf Effizienz, Kostenkontrolle und
langfristiges Wachstum konzentriert", teilte Scheuch mit.
"Gleichzeitig haben wir weiterhin in Innovationen und strategische
Akquisitionen zur Stärkung unserer Position in Schlüsselmärkten
investiert."
Anzeichen einer teilweisen Markterholung ortet der CEO etwa in
Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Auf Neubauwohnungsmärkten
wie Deutschland und Österreich sei aber weiterhin "keine echte
Trendwende erkennbar".
Keine Markterholung
"Das makroökonomische Umfeld dürfte anspruchsvoll bleiben", hielt
Scheuch auch im aktuellen Halbjahresbericht an die Aktionärinnen und
Aktionäre fest. Hohe Zinsen würden den Neubausektor weiterhin
belasten. Eine spürbare Erholung in der zweiten Jahreshälfte werde
nicht erwartet. Spar- beziehungsweise Effizienzprogramme und eine
"fokussierte M&A-Tätigkeit" würden "konsequent fortgesetzt".
Wienerberger betreibt mehr als 200 Produktionsstandorte in 28
Ländern und beschäftigte heuer im ersten Halbjahr durchschnittlich
20.378 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente).
Ausblick bestätigt
An der bisherigen Prognose für das Gesamtjahr 2025 hält das
Management fest - das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) - bereinigt um Auswirkungen von
Veräußerungen von nicht betriebsnotwendigem Vermögen sowie
Strukturanpassungen - soll rund 800 Mio. Euro erreichen, nachdem es
im ersten Halbjahr von 400 auf 383 Mio. Euro zurückging. 2024 war
das operative EBITDA gegenüber dem Jahr davor um 6 Prozent gesunken;
das nicht bereinigte EBITDA verringerte sich um 10 Prozent auf 707
Mio. Euro. Heuer im ersten Halbjahr stieg das nicht bereinigte
EBITDA von 340 auf 379 Mio. Euro.
Die Konzernführung gibt sich auch zuversichtlich, ihr
mittelfristiges EBITDA-Ziel von über 1,2 Mrd. Euro zu erreichen.
Die Nettoverschuldung vergrößerte sich heuer im ersten Halbjahr
von 1,75 Mrd. Euro zum Stichtag 31. Dezember 2024 auf 2,02 Mrd. Euro
per Ende Juni 2025. Der Verschuldungsgrad ging von 60,8 Prozent auf
73,1 Prozent nach oben.
(Redaktionelle Hinweise: 1055-25, Format 88 x 94 mm)
kre/cgh
ISIN AT0000831706
WEB http://www.wienerberger.com
ISIN AT0000818802
WEB http://www.doco.com