AMAG - Ausblick 2025

AMAG

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Hoch 29,70 Tief 28,00 Vortag 29,70

Ausblick 2025



Die aktuellen Wirtschaftsprognosen für das Jahr 2025 gehen länderübergreifend von einem verhaltenen Wachstum aus. Neben den volatilen handelspolitischen Rahmenbedingungen verunsichern geopolitische Konflikte branchenübergreifend wirtschaftliche Aktivitäten. Die Prognose für den Euroraum liegt aktuell bei +1,0 %. Für die USA wird ein BIP-Anstieg von +1,4 % erwartet. Die deutsche Wirtschaft soll mit +0,3 % ein moderates Wachstum aufweisen, während die österreichische Konjunktur erneut stagnieren soll.

Dr. Helmut Kaufmann, Vorstandsvorsitzender der AMAG: „Die Auslastung konnte bislang auf einem stabilen Niveau gehalten werden, aber Ergebniseinbußen aufgrund von erhöhten Personal- und Energiekosten sowie den US-Zöllen können unmöglich kurzfristig kompensiert werden. Es ist daher dringend notwendig, dass mit der US-Regierung eine tragfähige Einigung über die zukünftigen Handelsbedingungen getroffen wird, die österreichischen Standortbedingungen verbessert werden und die KV-Verhandler für die Herbstrunde Realitätssinn beweisen.“

Im Segment Metall wird das Ergebnis vor allem von der Produktionsmenge in Kanada und vom Preisniveau für Aluminium, Prämien und Rohstoffe bestimmt. Preisseitig führen derzeit vor allem die weltweiten US-Einfuhrzölle zu negativen Auswirkungen auf die Prämienerlöse. AMAG wird weiterhin flexibel darauf reagieren und Lieferungen auch außerhalb der USA umsetzen. Der Wegfall der Zollbefreiung aus Kanada in den letzten Jahren wird sich dennoch negativ im Ergebnis des Segments Metall widerspiegeln.

Das Segment Gießen wird auch im 2. Halbjahr 2025 mit einem schwachen Umfeld in der Automobilindustrie konfrontiert sein. Es ist mit einem zunehmenden Preisdruck im Verkauf von Recycling-Gusslegierungen zu rechnen, der die Ergebnisqualität beeinträchtigen wird.

Auch im Segment Walzen ist mit einem fortführenden Preisdruck zu rechnen. Die Absatz- und Ergebnisentwicklungen im Transportsektor werden unter dem Vorjahresniveau erwartet. Insbesondere die schwache Automobilindustrie und Bauratenverschiebungen in der Luftfahrtbranche zeichnen dafür verantwortlich. Ein positiver Trend zeigt sich in der Verpackungsindustrie. Aktuell ist davon auszugehen, dass infolge des veränderten Produktmixes ein Gesamtjahresabsatz von Aluminiumwalzprodukten zumindest auf dem Vorjahresniveau erreicht wird. Die hohen Energie- und Personalkosten sowie die zunehmenden US-Zolleinflüsse können kurzfristig nicht zur Gänze kompensiert werden. Insgesamt wird das Ergebnis 2025 im Segment Walzen spürbar unter dem Vorjahresniveau erwartet.

Infolge veränderter Rahmenbedingungen erwartet der AMAG-Vorstand für das Gesamtjahr 2025 derzeit ein EBITDA in einer Bandbreite von 110 Mio. EUR bis 130 Mio. EUR für die AMAG-Gruppe. Hohe Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Zollentwicklungen bleiben bestehen.



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