Breite Aufstellung ermöglichte solides Halbjahresergebnis 2025
H1/2025 spiegelt erwartungsgemäß den negativen Ergebniseinfluss des handelspolitisch beeinflussten Wirtschaftsumfelds ab Q2/2025 wider
Umsatzerlöse um +11,1 % auf 786,2 Mio. EUR, infolge des höheren Aluminiumpreises und der gestiegenen Absatzmenge, gewachsen (H1/2024: 707,7 Mio. EUR)
EBITDA von 80,6 Mio. EUR zunehmend beeinflusst von US-Zöllen sowie gestiegenen Energie-, Rohstoff- und Personalkosten (-15,4 % ggü. H1/2024: 95,3 Mio. EUR)
Ergebnis nach Ertragsteuern bei 23,4 Mio. EUR (-29,9 % ggü. H1/2024: 33,4 Mio. EUR)
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 76,2 Mio. EUR in etwa auf Vorjahresniveau (H1/2024: 75,7 Mio. EUR)
Ausblick 2025: Anpassung der EBITDA-Bandbreite für das Gesamtjahr 2025 auf 110 Mio. EUR bis 130 Mio. EUR infolge der veränderten Rahmenbedingungen
Nach einem guten Start ins Jahr 2025 (kaum negative Einflüsse aufgrund von US-Einfuhrzöllen in Q1/2025) machten sich das eingetrübte Marktumfeld und die Auswirkungen infolge der 25%-US-Einfuhrzölle erwartungsgemäß im 2. Quartal 2025 in den drei operativen Segmenten der AMAG-Gruppe bemerkbar. Die weitere Steigerung der US-Zölle auf 50 %, welche seit 4. Juni 2025 in Kraft sind, beeinflusste das 2. Quartal 2025 nur eingeschränkt. Die entsprechenden Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung werden sich daher vor allem im 2. Halbjahr 2025 zeigen.
Die Umsatzerlöse im 1. Halbjahr 2025 konnten im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht werden. Der zunehmende Preisdruck in unterschiedlichen Absatzmärkten und die erheblichen Kostensteigerungen (insbesondere in den Bereichen Personal und Energie) der letzten Jahre machen sich jedoch zunehmend im Ergebnis bemerkbar und können nur eingeschränkt durch Kosteneinsparungen kompensiert werden.
Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse der AMAG-Gruppe im 1. Halbjahr 2025 um +11,1 % auf 786,2 Mio. EUR (H1/2024: 707,7 Mio. EUR). Neben einem um rund +6 % höheren Aluminiumpreis wirkte sich auch der Anstieg in der Gesamtabsatzmenge auf 220.400 Tonnen positiv aus (H1/2024: 214.100 Tonnen).
Das erzielte EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) lag bei 80,6 Mio. EUR und damit um rund -15 % unterhalb des Vorjahresniveaus (95,3 Mio. EUR). Im Segment Metall ist der Ergebnisrückgang bei einer soliden Absatzmenge und einem gestiegenen durchschnittlichen Aluminiumpreis vorwiegend auf die höheren Tonerdeeinsatzkosten sowie auf den Einfluss der weltweiten US-Einfuhrzölle auf Aluminium zurückzuführen. Im Segment Gießen konnte eine solide Absatzmenge im 1. Halbjahr 2025 erzielt werden. Der gestiegene Preisdruck im Absatz von Recycling-Gusslegierungen wirkt sich zunehmend auf die Ergebniskennzahlen aus. Im Segment Walzen wurde eine gute Auslastung durch umgesetzte Produktmixverschiebungen sichergestellt. Infolge des schwachen wirtschaftlichen Umfelds und der vor allem zollbedingten Warenstromveränderungen zeigten sich jedoch zum Teil deutliche Preisrückgänge in ausgewählten Absatzmärkten gepaart mit hohen Energie- und Personalkosten.
Die Abschreibungen lagen in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres bei 41,9 Mio. EUR (H1/2024: 44,6 Mio. EUR). Das erzielte Betriebsergebnis (EBIT) veränderte sich um -23,6 % auf 38,8 Mio. EUR (H1/2024: 50,8 Mio. EUR). Das erzielte Ergebnis nach Ertragsteuern lag bei 23,4 Mio. EUR (H1/2024: 33,4 Mio. EUR).
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im 1. Halbjahr 2025 mit 76,2 Mio. EUR in etwa auf dem Vorjahresniveau (H1/2024: 75,7 Mio. EUR). Positiven Einfluss nahm vor allem der Abbau von Beständen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wurde mit -27,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (H1/2024: -48,5 Mio. EUR) planmäßig reduziert. Damit konnte der Free Cashflow auf 49,1 Mio. EUR signifikant gesteigert werden (H1/2024: 27,2 Mio. EUR).
Die Nettofinanzverschuldung zeigt per 30. Juni 2025 mit 385,6 Mio. EUR keine wesentliche Veränderung zum Jahresultimo 2024 (382,3 Mio. EUR). Das Eigenkapital der AMAG-Gruppe lag am 30. Juni 2025 bei soliden 736,0 Mio. EUR (31. Dezember 2024: 740,9 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote konnte per 30. Juni 2025 auf 44,3 % gesteigert werden (31. Dezember 2024: 42,3 %).