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UNIQA-CEO: Bund und Länder müssen über Elementarversicherung reden


Brandstetter: "Wir warten dringend auf die Politik" und brauchen öffentlich-privates Modell, um Katastrophenschäden zu 100 Prozent zu decken



Die gesamte heimische Versicherungsbranche wartet laut den Worten von UNIQA-Chef Andreas Brandstetter weiterhin darauf, mit der Politik - Bund und Ländern - das Thema Elementarversicherung anzugehen. Binnen der nächsten fünf Jahre brauche es eine solche aufgrund der massiven Auswirkungen des Klimawandels in Österreich, um Menschen im Katastrophenfall den Neuwert von Hab und Gut zu ersetzen, betonte Brandstetter am Donnerstag im Klub der Wirtschaftspublizisten.
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"Ein PPP-Modell wird nötig werden, mit dem wir die Menschen in Österreich wirklich schützen", sagte der Manager. "PPP" meint öffentlich-private Partnerschaften.

Derzeit handle es sich um "freiwillige Entscheidungen" der Katastrophenfonds, ob diese 20, 30 oder vielleicht 40 Prozent des Zeitwerts ersetzen. Gerne geben sich dann einhergehend führende (Landes-)Politikerinnen oder -Politiker als gütige Helfer in der Not.

Österreich besonders vom Klimawandel-Auswirkungen betroffen

Aber: "Derzeit gibt es keine Garantie zur Kooperation eines Rechtssubjekts mit dem Staat im Sinne eines verbrieften Ersatzes des Neuwerts von 100 Prozent." Naturkatastrophen seien aber in zunehmender Frequenz und Intensität zu erwarten - gerade in der Alpenrepublik, die von den Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen sei. Dazu komme noch die hiesige Topographie.

"Österreich ist weltweit gemessen am Bruttoinlandsprodukt finanziell am viertstärksten betroffen von Naturkatastrophen", sagte der Versicherungschef. "Was uns frustriert ist, dass wir die Prognosen antizipiert und kommuniziert haben - es ist keine Überraschung, was jetzt passiert." Der Klimawandel selbst sei "stumm", die einhergehenden Katastrophen aber keine Einzelfälle.

"Wir warten dringend auf die Politik"

Zum Argument, die Versicherungen wollten mit einer PPP-Elementarversicherung nur Geld verdienen, entgegnete Brandstetter, dass das nicht der Fall sei. "Finanzökonomisch könnte ich sagen, das ist mir wurscht." Hochwässer kosteten pro Haus 5.000 bis 10.000 Euro, weil die Schäden derzeit nicht deckbar seien. Meist zahlten die Versicherungen solche Summen hier aus "ohne nachzudenken", da die Schäden offensichtlich viel höher liegen.

Umso wichtiger sei eine Elementarversicherung in großen Katastrophenfällen, wo Sachverständige bei ihren Nachschauen gar nicht mehr nachkommen. Es gehe in einer gesamtheitlichen Lösung auch darum, im Fall des Falles zigtausende Schäden zu orchestrieren.

"Es gibt derzeit keine Indikation, dass es zu einer Lösung kommt", bedauerte Brandstetter. "Wir sind gesprächsbereit und Bund sowie Länder wissen das. Wir warten dringend auf die Politik."

phs/tpo

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