EVN mit Umsatz- und Ergebnisplus im Halbjahr
Ergebnis stieg um mehr als ein Viertel auf rund 250 Mio. Euro
- Schwächerer Ausblick für das Gesamtjahr
Der börsennotierte niederösterreichische
Energieversorger EVN hat im ersten Halbjahr des Wirtschaftsjahres
2024/25 den Umsatz moderat und das Ergebnis um rund ein Viertel
gesteigert, teilte die EVN am Montag mit. Der Versorger profitierte
vor allem von den kühleren Temperaturen. Dadurch stieg der Umsatz
der Verteilgesellschaften sowie der EVN Wärme. Der Umsatz legte im
Halbjahr um 6,6 Prozent auf 1,73 Mrd. Euro zu, das Ergebnis stieg um
25,7 Prozent auf 250,6 Mio. Euro.Die Stromerzeugung lag im ersten Halbjahr 2024/25 mit 1.609 GWh
um 10,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zwar baute die EVN den
Bereich erneuerbare Energie weiter aus, aber deren Erzeugung ging um
18,4 Prozent auf 1.212 GWh zurück. Dabei steigerte der Versorger die
Erzeugungskapazität bei der Windkraft um 22,2 MW auf rund 500 MW und
jene der Photovoltaik um 12,5 MWp auf über 100 MWp.
Dafür stieg die thermische Erzeugung um 29,7 Prozent auf 397 GWh,
da der Strom vom Kraftwerk Theiß zur Netzstabilisierung häufiger
abgerufen wurde. Dadurch sank der Anteil der erneuerbaren Energie
auf 75,3 Prozent, nach 82,9 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Ausbau des Wassergeschäfts im Plan
Im Plan befindet sich laut der EVN der Ausbau des
Wassergeschäfts. Die Transportleitung von Krems nach Horn soll im
Herbst dieses Jahres fertiggestellt werden. Und die Errichtung der
Naturfilteranlage in Reisenberg im Industrieviertel erfolge
plangemäß, sodass die Anlage im Sommer 2026 in Betrieb gehen soll.
Die EVN will sich mit der WTE vom Umweltbereich trennen. Als
potenzieller Käufer wurde Ende letzten Jahres der Baukonzern Strabag
genannt. "Die Verhandlungen über die Transaktionsverträge sind im
Laufen", merkte die EVN dazu an.
Positive Beteiligungen
Positiv entwickelten sich die operativen Beteiligungen des
Versorgers, die unter anderem Anteile an der Burgenland Holding, der
RAG sowie der Verbund Innkraftwerke umfassen. Deren Ergebnisanteil
lag bei 75,8 Mio. Euro, nach einem Minus von 46,4 Mio. Euro ein Jahr
zuvor.
Die EVN wies für die ersten sechs Monate des laufenden
Wirtschaftsjahres ein EBITDA von 512,8 Mio. Euro und damit um 20,1
Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum aus. Das operative Ergebnis
stieg um 27,7 Prozent auf 335,4 Mio. Euro. Das Finanzergebnis des
Versorgers verschlechterte sich jedoch um 31,7 Prozent auf 29,4 Mio.
Euro.
Schwacher Ausblick
Für das laufende Wirtschaftsjahr ist der Versorger skeptisch: So
rechnet die EVN mit einem Konzernergebnis zwischen 400 und 440 Mio.
Euro - nach 471,7 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Die Dividende soll
zumindest 0,82 Euro je Aktie ausmachen - nach 0,90 Euro ein Jahr
zuvor.
Das Unternehmen geht davon aus, dass die Beteiligung am
Verbund-Konzern deutlich weniger bringen wird als im Vorjahr. Die
EVN hält mit den Wiener Stadtwerken im Syndikat rund 25 Prozent an
dem Versorger. Während der Verbund zuletzt inklusive einer
Sonderdividende 4,15 Euro je Aktie ausschüttete, werden es diesmal
voraussichtlich nur 2,80 Euro sein.
fel/tsk/tpo
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