Agrana - Ergebnisse im 3Q 24/25 unter Erwartungen, NEXT LEVEL-Strategie vorgestellt

AGRANA

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Ergebnisse im 3Q 24/25 unter Erwartungen, NEXT LEVEL-Strategie vorgestellt



Die Agrana publizierte diese Woche ihre Ergebnisse zum 3. Quartal 2024/25, die unter unseren Schätzungen lagen. In Summe fiel der Konzernumsatz im Jahresvergleich um 14,4% auf EUR 846,1 Mio. Die Umsatzrückgänge in den Segmenten Zucker (-30,8 % J/J) und Stärke (-20,0 % J/J) konnten durch höhere Umsätze im Segment Frucht (+2,9 % J/J) nur teilweise ausgeglichen werden. Das EBIT rutschte mit EUR -5,5 Mio. in den negativen Bereich (Q3 23/24: EUR +38,5 Mio.). Hauptverantwortlich für die Ergebnisverschlechterung war die Zuckerdivision, die unter niedrigeren Zuckerverkaufspreisen und höheren Herstellungskosten für die laufende Zuckerkampagne litt, sodass das EBIT im Q3 auf EUR -31,5 Mio. drehte (Q3 23/24: EUR +10,3 Mio.). Im Stärkesegment schlug sich zusätzlich der mehrwöchige hochwasserbedingte Stillstand des Werkes in Pischelsdorf nieder, sodass das EBIT im Q3 bei nur EUR 3,5 Mio. lag nach EUR 21,8 Mio. in der Vorjahresperiode. Nur die Fruchtdivision konnte ihr operatives Ergebnis auf EUR 22,5 Mio. steigern (Q3 23/24: EUR 6,4 Mio., belastet durch die EUR 16 Mio. Wertminderung auf Assets in Asien). Das Nettoergebnis nach Minderheiten lag schließlich bei EUR -10,3 Mio. (gegenüber einem Nettogewinn von EUR 11,9 Mio. im 3Q 23/24).

Agrana hielt gestern auch ihren Kapitalmarkttag ab, an dem Details zur neuen Strategie „NEXT LEVEL“ bekannt gegeben wurden. Bis Ende 2027/28 sollen die Aufwendungen um kumuliert EUR 160 Mio. reduziert werden. Bereits im aktuellen Geschäftsjahr werden rund EUR 8 Mio. an Maßnahmeneffekten erwartet. Ab dem Geschäftsjahr 2027/28 sollen durch die geplanten Prozessoptimierungen und die Reduktion von Fixkosten jährlich Kosten von EUR 80 - 100 Mio. eingespart werden. Die Holding Struktur wird verschlankt und die Geschäftsbereiche werden in zwei Divisionen „Agricultural Commodities & Specialties“ sowie „Food & Beverage Solutions“ reorganisiert. Das strategische Ziel ist laut Management ab 2030 eine EBITDA-Marge und einen ROCE von über 10% zu erwirtschaften.

Ausblick

Der Vorstand bestätigte seinen Mitte November revidierten Ausblick und rechnet für das GJ 24/25 mit einem EBIT, das sehr deutlich unter dem Vergleichswert des Geschäftsjahres 23/24 liegen wird. Das Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen und dem Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen wird weiter in einer Bandbreite von 55 bis 75 Mio. EUR erwartet. Die Umsatzerlöse der Gruppe werden im GJ 24/25 voraussichtlich moderat (5-10%) gegenüber dem Vorjahr sinken.

Der Ergebnisse im 3Q24/25 belegen die Herausforderungen, denen sich das Unternehmen derzeit gegenübersieht, vor allem im Segment Zucker. Die neu verabschiedete NEXT LEVEL-Strategie sehen wir jedoch als einen Schritt in die richtige Richtung. Dennoch müssen die Anleger geduldig sein, denn die Agrana wird in den nächsten Monaten weiterhin mit viel Gegenwind auf ihren wichtigsten Rohstoffmärkten zu kämpfen haben und mit einem relativ schwachen Marktumfeld zurechtkommen müssen. Unsere Empfehlung für die Agrana-Aktie lautet Halten.



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