Hochwasser und Rübenkampagnenkosten stellen EBIT im GJ 2024/25 unter zusätzlichen Druck
Agrana veröffentlichte zu Wochenbeginn eine Gewinnwarnung für das GJ 2024/25. Der Vorstand erwartet nun einen Rückgang beim EBIT im Vergleich zum GJ 2023/24 (EUR 151,0 Mio.) von mehr als 50% (zuletzt: zwischen -10 und -50%). Beim operativen Ergebnis (EBIT vor Sondereinflüssen und vor Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen) wird im GJ 2024/25 mit einem Wert in einer Bandbreite von EUR 55 - 75 Mio. gerechnet (1H 2024/25: EUR 55,3 Mio.). Wie bereits mit den Halbjahreszahlen 2024/25 Mitte Oktober kommuniziert, wird das Segment Zucker in den kommenden Monaten von sinkenden Verkaufspreisen betroffen sein. Zudem werden die Kampagnenkosten für die Rübenverarbeitung des Zuckerwirtschaftsjahres 2024/25 höher als erwartet ausfallen. Im Segment Stärke werden sich höher als ursprünglich erwartete Hochwasserschäden – vor allem durch den Stillstand des Werkes in Pischelsdorf – niederschlagen.
Zusätzlich gab die Agrana diese Woche bekannt, durch Prozessoptimierungen und Fixkostenreduktion jährlich EUR 80-100 Mio. einsparen zu wollen, voll wirksam ab dem GJ 2027/28. 5% des Maßnahmeneffekts sollen bereits im laufenden Geschäftsjahr 2024/25 gehoben werden.
Ausblick
Die Aussichten für das GJ 24/25 haben sich weiter eingetrübt, eine Wende im zuletzt angeschlagenen Zuckersegment ist in naher Zukunft nicht zu erwarten. Obwohl wir die Maßnahmen zur Kostenstraffung positiv sehen, erwarten wir im aktuell angespannten Marktumfeld (vor allem Im Segment Zucker) keine schnelle Erholung der Profitabilität. Wir sind weiterhin der Meinung, dass sich Investoren trotz des derzeit relativ niedrigen Kursniveaus nicht beeilen müssen mit einem möglichen Einstieg in die Aktie.