Agrana krempelt nach Gewinnwarnung den Konzern um
Jährliche Einsparungen von 80 bis 100 Mio. Euro angestrebt
Der Zucker- und Stärkekonzern Agrana hat am Dienstag
nach der gestrigen Gewinnwarnung eine neue Konzernstrategie bekannt
gegeben. Damit sollen jährlich 80 bis 100 Mio. Euro eingespart
werden. Geplant ist eine Neustrukturierung der Holdingstruktur in
eine "verschlankte strategische Holding und die verstärkte
segmentübergreifende Zusammenarbeit mittels der zusätzlichen
Einführung der zwei interagierenden Geschäftsbereiche", so das
Unternehmen.Diese beiden Bereiche sollen "Agricultural Commodities &
Specialities" sowie "Food & Beverage Solutions" sein. Die
Geschäftsbereiche sollen "die gewünschte zusätzliche Bündelung von
Kompetenzen und die Nutzung von Synergiepotenzialen ermöglichen mit
dem Zweck, Effizienz, Innovation und profitables Wachstum zu
fördern", teilte die Agrana am Dienstag in einer Aussendung mit.
Dies wurde in der heutigen Aufsichtsratssitzung beschlossen.
Weitere Maßnahmen neben der neuen Strategie namens "Next Level"
sollen die "strukturelle Transformation des Konzerns" sein. So
sollen durch die Neustrukturierung durch Prozessoptimierungen und
die Reduktion von Fixkosten jährlich Kosten von 80 bis 100 Mio. Euro
eingespart werden, voll wirksam ab dem Geschäftsjahr 2027/28. Fünf
Prozent des Maßnahmeneffekts sollen bereits im laufenden
Geschäftsjahr 2024/25 gehoben werden. Bis zum Ablauf des
Geschäftsjahres 2027/28 sei geplant, durch "Next Level" die
Aufwendungen in der Gruppe kumuliert um knapp 160 Mio. Euro zu
reduzieren.
Die Agrana musste gestern, Montag, einräumen, dass das
Betriebsergebnis (EBIT) heuer um mindestens die Hälfte zurückgehen
werde, auf maximal 75,5 Mio. Euro. Bei der Vorstellung des
Halbjahresfinanzberichts am 10. Oktober war ein Rückgang im
laufenden Jahr um 10 bis 50 Prozent erwartet worden.
stf/tpo
ISIN AT000AGRANA3
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