Solide Zahlen 2023/24 sowie schwacher Ausblick 2024/25 bestätigt
Agrana publizierte diese Woche ihre finalen Ergebnisse zum GJ 2023/24, nachdem Mitte April bereits vorläufige Eckzahlen samt GJ 2024/25 EBIT-Ausblick und Dividendenvorschlag (EUR 0,90/Aktie) veröffentlicht worden waren. Im GJ 2023/24 legte der Umsatz um 4,1% auf EUR 3,79 Mrd. zu. Hauptumsatztreiber war die Zuckerdivision (+24,3% J/J), gefolgt von der Fruchtdivision (+5,7% J/J) während die Stärkedivision sinkende Umsätze verzeichnete (-11,2% J/J, mit Ethanol Geschäft unter starkem Druck). Trotz negativer Einmaleffekte von rund EUR 27 Mio. (hauptsächlich Sonderabschreibung im Fruchtsegment in Asien) sprang das Betriebsergebnis auf EUR 151,0 Mio. (+71% J/J - 2022/23 war durch hohe Sonderabschreibungen von insgesamt EUR 88,8 Mio. vor allem infolge des Ukraine-Krieges belastet). In Summe steigerte Agrana den Nettogewinn nach Minderheiten auf EUR 64,9 Mio. (2022/23: EUR 15,8 Mio.)
Ausblick
Der Vorstand bestätigte seine Guidance von Mitte April, im GJ 2024/25 ein EBIT deutlich (zwischen 10-50%) unter dem Vergleichswert 2023/24 zu erwarten. Beim Konzernumsatz wird mit einem leichten Rückgang gerechnet. Der Ergebnisrückgang wird sich laut Management bereits im 1. Quartal 2024/25 widerspiegeln. In Summe brachten die finalen Zahlen keine wesentlichen Neuigkeiten. Die bestätigte EBIT-Prognose für das GJ 2024/25 und für das 1. Quartal belegt, dass das Unternehmen in naher Zukunft mit starkem Gegenwind zu kämpfen hat, der die Ertragskraft dämpft und Investoren noch an der Seitenlinie halten wird. Wir bleiben bei unserer Halten-Empfehlung.