Polytec schrieb nach neun Monaten Verlust, aber mehr Umsatz
Mehrkosten durch Zusatzschichten, erhöhter Personalstand und
Sonderaufwendungen lasten auf Ertragslage
Der börsennotierte oberösterreichische
Auto-Zulieferer Polytec hat nach neun Monaten zwar mehr Umsatz
erzielt, unterm Strich aber dennoch einen Verlust geschrieben. Der
Umsatz stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 12,7 Prozent auf
485,2 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern lag bei minus 8,7 Mio.
Euro, nach einem Minus von 1,9 Mio. Euro im Vorjahr.Im Sommer habe das Unternehmen Maßnahmen zur Verbesserung der
operativen Effizienz eingeleitet. Diese hätten punktuell positive
Wirkung gezeigt, deutlich Mehrkosten durch Zusatzschichten, einen
höheren Personalstand und andere Sonderaufwendungen hätten jedoch
die Ertragslage des Unternehmens belastet, heißt es in der
Aussendung.
Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA)
belief sich in den ersten neun Monaten 2023 auf 22,3 Mio. Euro, nach
25,0 Mio. Euro im Jahr davor. Die EBITDA-Marge sank von 5,8 Prozent
auf 4,6 Prozent. Das Betriebsergebnis (EBIT) kam bei minus 2,7 Mio.
Euro zu liegen, im Jahr davor war es noch ein kleines Plus von 0,24
Mio. Euro.
Für das Gesamtjahr nimmt das Management seine Erwartungen leicht
zurück und rechnet nun mit einem Umsatz von 630 Mio. Euro. Zum
Halbjahr war mit einem Jahresumsatz von rund 650 Mio. Euro gerechnet
worden. Im dritten Quartal seien kurzfristig Reduktionen in den
Abrufmengen aufgetreten. Das habe zu niedrigeren Umsatzerlösen im
abgelaufenen Jahresviertel geführt. Ein positives EBIT für das
Gesamtjahr stelle "eine Herausforderung dar."
bel/cri
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