2Q23-Ergebnis leicht über Erwartungen, Neuausrichtung des neuen Vorstands im Fokus
ams OSRAM hat im 2Q23 die Umsatzerwartungen erfüllt und eine leicht besser als erwartete Profitabilität auf Basis des bereinigten EBIT erreicht. Im Zuge der Neuausrichtung des neuen Vorstands wurde allerdings auch eine a.o. Abschreibung iHv. EUR 1,3 Mrd verbucht.
Die Endmärkte entwickelten sich unterschiedlich. Während der Automobilmarkt zunehmend an Stabilität gewinnt, nicht zuletzt aufgrund verbesserter Lieferketten, leiden der Consumer-Elektronik-Markt, aber auch Industrie und Medizintechnik nach wie vor unter erhöhten Lagerbeständen bzw. mangelnder Endkundennachfrage.
Die Neuausrichtung bezieht sich diesmal auf des Halbleitergeschäft von ams OSRAM. Dabei sollen Produkte mit einem jährlichen Umsatzbeitrag von EUR 300-400 Mio. verkauft bzw. eingestellt werden, die nicht den Wachstums-, Profitabilitätsansprüchen des Unternehmens entsprechen. Zusätzlich soll ein neues Kosteneinsparungsprogram EUR 150mn laufende Kosten per Jahresende 2025 reduzieren, die Hälfte soll bereits mit Jahresende 2024 effektiv sein.
Ausblick
Das nun bereinigte Produktportfolio soll bis 2026 6-10% Umsatzwachstum generieren können. Die Profitabilität soll im FY26 auf Basis des bereinigten operativen Ergebnisses 15% erreichen. Davor werden sich Kosten im Zusammenhang mit dem Kostensenkungsprogramm und Anlaufkosten des neuen Fertigungswerks für MikroLED in Malaysien (Kulim) negativ auf die Profitabilität auswirken. Die heutige, stark-positive Kursreaktion gibt dem Verstand Vorschusslorbeeren, die allerdings im Laufe der kommenden Quartale an konkreten Ergebnissen gemessen werden. Wir haben auch einen positiven ersten Eindruck gewonnen, da wir die stark verbesserte Kommunikation and Transparenz schätzen, die es allen Marktteilnehmern erleichtern sollte, das Geschäftspotenzial von ams OSRAM zu erkennen, zu verfolgen und zu messen.