Ukrainische Sanktionen gegen Chef der russischen Raiffeisenbank
Sergej Monin darf zehn Jahre lang keine Geschäfte in der
Ukraine tätigen
Nach ukrainischen Sanktionen
gegen die Leasingtochter der russischen Raiffeisenbank hat Präsident
Wolodymyr Selenskyj am Sonntag auch den Vorstandsvorsitzenden der
russischen Tochterbank von Raiffeisen, Sergej Monin, auf die
Sanktionsliste gesetzt. Monins Name hatte bereits zuvor auf einer
Sanktionswunschliste mit insgesamt elf Managern der
Raiffeisen-Gruppe gestanden, die die staatliche ukrainische
"Nationale Agentur für Korruptionsvorbeugung" (NASK) veröffentlicht
hatte.Laut aktuellem Selenskyj-Erlass, der sich gegen insgesamt 333
russische Spitzenmanager richtete, darf Monin in den nächsten zehn
Jahren keine Geschäfte in der Ukraine tätigen. Weiters wird sein
etwaiges Vermögen im Land eingefroren. Da von Ukraine-Aktivitäten
des 1973 in Moskau geborenen Bankdirektors nichts bekannt ist,
dürfte die Maßnahme eher symbolischer Natur sein.
Abgesehen von einer grundsätzlichen Kritik an westlichen
Konzernen, die trotz des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine
weiter in Russland tätig bleiben, hatten Vertreter der Ukraine
zuletzt insbesondere ein Kreditmoratorium angeprangert. Konkret war
russischen Soldaten, die gegen die Ukraine kämpfen, ein derartiges
Angebot gemacht worden. Die Raiffeisen Bank International (RBI)
selbst begründete dieses Angebot mit gesetzlichen Verpflichtungen in
Russland.
(Redaktionelle Hinweise: Alternative Schreibweisen: Sergey Monin,
Sergei Monin)
hgh/kre/ade
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