Ausblick
Betrachtet man ausschließlich die hervorragende finanzielle
Ergebnisentwicklung der ersten neun Monate des aktuellen Geschäftsjahres,
könnte man zu dem Schluss kommen, dass die Wirtschaftslage einer stabilen
Hochkonjunktur entspricht. Tatsächlich jedoch war das aktuelle
Geschäftsjahr bislang von außergewöhnlich volatilen Entwicklungen, sowohl
auf der Markt- als auch auf der Rohstoff- und Energieseite geprägt.
An dieser Situation hat sich auch zu Beginn des letzten Geschäftsquartals
nichts geändert: In Europa und Nordamerika führt die Omikron-Variante des
COVID-19-Virus zu neuen Höchstzahlen bei Neuinfektionen, die
Versorgungsengpässe in den globalen Lieferketten sind nach wie vor
vorhanden und in Europa sind die Energiekosten zuletzt geradezu
explodiert.
Dessen ungeachtet sollten sich die positiven Trends auf den wesentlichen
Absatzmärkten fortsetzen. Insbesondere die Lieferkettenprobleme in der
Automobilindustrie scheinen im Herbst die Talsohle durchschritten zu
haben. In der Energieindustrie sollte sich die Erholung weiter fortsetzen
und auch die schwer von der Pandemie getroffene Luftfahrtindustrie hat
zuletzt deutliche Erholungssignale gezeigt.
Damit scheint die Resilienz der Wirtschaft gegenüber der Pandemie
ungebrochen, was sich auch im Ausblick auf das letzte Quartal des
aktuellen Geschäftsjahres widerspiegelt. Dieses sollte unter der Annahme
keiner unerwarteten wirtschaftlichen Verwerfungen nochmals eine deutliche
Ergebnissteigerung gegenüber den bereits sehr guten Vorquartalen mit sich
bringen.
Für das Geschäftsjahr 2021/22 erwartet der Vorstand der voestalpine AG
daher ein EBITDA am oberen Ende der bisher kommunizierten Bandbreite und
somit in Höhe von bis zu 2.200 Mio. EUR.