S Immo lehnt Übernahmeangebot ab und empfiehlt Aktionären, ihre Aktien zu behalten
Wie erwartet erteilten Vorstand und Aufsichtsrat der S Immo dem Übernahmeangebot der Immofinanz in Höhe von EUR 22,25 pro Aktie eine klare Absage, Aktionären wird empfohlen, die Aktien zu behalten und bei der am 24.6.2021 einberufenen außerordentlichen Hauptversammlung gegen die Aufhebung des Höchststimmrechts zu stimmen.
Ausdrücklich wurde auf die Tatsache hingewiesen, dass für das erste Aktienpaket im Jahr 2017 noch ein Aufschlag von rund 15% zum EPRA NAV (Nettoimmobilienwert) gezahlt wurde, man aber jetzt den Aktionären ein Angebot unterbreitet, dass nicht nur unter dem EPRA NAV liegt, sondern auch unter dem Wert, zu dem die Immofinanz ihre S Immo Aktien bilanziert (EUR 23,58 zum 1Q21). Auf rechtliche Risiken im Falle einer Annahme des Angebots wurde ebenfalls hingewiesen.
Ausblick Nachdem auch der Kurs der S Immo am Donnerstag auf EUR 22,25 gestiegen ist, scheint auch der Markt davon auszugehen, dass das Angebot von EUR 22,25 als unzureichend anzusehen ist. Die Immofinanz wird sich wohl weiter strecken müssen, um die S Immo zu übernehmen. Und das ist bei einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung des EPRA NAV pro Aktie in Höhe von mehr als 12% seit 2011 (bei gleichzeitig attraktiver Dividendenpolitik) aus Sicht des Anlegers mehr als gerechtfertigt. Ob es dann für die Immofinanz sinnvoll ist, eine Übernahme anzustreben, ist wiederum eine andere Frage. Mit der Aggregate gibt es aber zumindest einen zweiten Interessenten.