S IMMO - s-Immo kehrte dank höherer Bewertungen in Gewinnzone zurück

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s-Immo kehrte dank höherer Bewertungen in Gewinnzone zurück


Nettoergebnis drehte bis März von -21,4 Mio. auf 9,9 Mio. ins Plus - Erholung wegen Impffortschritten erwartet - Zukäufe in Deutschland, CEE in Prüfung - Immofinanz-Inserate für Übernahme



Dank eines höheren Immobilien-Bewertungsergebnisses ist die s Immo im ersten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das Nettoergebnis drehte von 21,4 Mio. Euro Verlust auf 9,9 Mio. Euro ins Plus. Das Bewertungsergebnis fiel binnen Jahresfrist um 34 Mio. Euro höher aus. Für das laufende zweite Quartal rechnet das Unternehmen nochmals mit einem "deutlichen Wertzuwachs", hieß es am Freitag. Bereits per 30. April hat eine Wertanalyse einen Zuwachs von rund 85 Mio. Euro ergeben.
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Die Mieterlöse blieben mit 32,0 (31,1) Mio. Euro stabil, die Hotelbewirtschaftungserlöse sanken von 9,9 auf 1,9 Mio. Euro. Das Bruttoergebnis lag mit 23,2 Mio. Euro unter dem Vorjahresvergleich von 25,8 Mio. Euro. Erneut gab es kein Ergebnis aus Immo-Verkäufen, das EBITDA betrug 18,1 (21,4) Mio. Euro. Durch die höhere Immo-Bewertung und weil man die Corona-Effekte auf das operative Ergebnis begrenzt habe, drehte das Betriebsergebnis (EBIT) von -12,5 auf 18,2 Mio. Euro ins Plus, ebenso das Vorsteuerergebnis von -25,7 auf 12,8 Mio. Euro. Das Immo-Vermögen lag Ende März bei 2,483 Mrd. Euro (nach 2,363 Mrd. Euro ein Jahr davor).

Für die kommenden Monate und Quartale erwartet die s Immo eine "weitere zunehmende Erholung in allen Bereichen und Assetklassen". Wegen des Impfstofffortschritts sei davon auszugehen, dass die derzeitigen Öffnungsschritte nicht mehr zurückgenommen werden müssten. Wegen des deutlich positiveren Wirtschaftsklimas und des erwarteten starken Wirtschaftsaufschwungs blicke man sehr optimistisch auf die nächste Zeit. Die Liquiditätssituation sei sehr komfortabel, man prüfe aktuell attraktive Akquisitionsmöglichkeiten in Deutschland und der CEE-Region.

Zum Übernahmeangebot der Immofinanz für die s Immo von 19. Mai will sich der Vorstand des Zielunternehmens kommende Woche äußern, hatte CEO Bruno Ettenauer am Donnerstag angekündigt. Dabei bezeichnete er das Offert von 22,25 Euro je s-Immo-Aktie erneut als zu niedrig. Festzuhalten sei, dass der Angebotspreis deutlich unter dem EPRA-Net-Asset-Value liege und die zum 30. April vorgenommene Wertanalyse des Immo-Portfolios und weitere absehbare Steigerungen nicht berücksichtige, hieß es heute dazu.

Indes hat die Immofinanz in den Freitag-Zeitungen eine breit angelegte Inseraten-Kampagne geschaltet. Auf halben Zeitungsseiten wird darin ein "attraktives Angebot für s Immo Aktionäre" beworben, unterlegt mit einem "Handschlag-Foto". Die Aktionäre sollten "ihre S Immo Aktien z um Verkauf an Immofinanz anmelden", "an der S Immo Hauptversammlung teilnehmen" und dort "für die Abschaffung des Höchststimmrechts stimmen", heißt es. Das Übernahmeangebot läuft noch bis 16. Juli, wobei eine Verlängerung möglich ist. Eine außerordentliche HV, auf der das derzeit laut s-Immo-Satzung für jeden Aktionär mit 15 Prozent begrenzte Stimmrecht gekippt werden könnte, soll noch vor Ablauf der Übernahmefrist stattfinden, hatte der s-Immo-Chef am Donnerstag gesagt.

(Schluss) sp/cri

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