bet-at-home verlor im ersten Quartal 2021 an Ertrag
Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sackte von 9 auf
6,9 Mio. Euro ab - Bruttowett- und -spielertrag verringerte
sich um 5,5 Prozent auf 30,5 Mio. Euro - Neue Regeln kosten
Umsatz
Der börsennotierte Online-Wett- und
-Glücksspielanbieter bet-at-home hat im ersten Quartal 2021 weniger
erlöst und auch weniger verdient. Der Brutto-Wett- und Gaming-Ertrag
sank gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 5,5 Prozent
von 32,2 auf 30,5 Mio. Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) brach fast um ein Viertel von 9 Mio. auf 6,9
Mio. Euro ein, wie das Unternehmen am Montag bekanntgab. Strengere
Regeln am deutschen Markt kosten Umsatz.An der Guidance für das gesamte Geschäftsjahr 2021 hält der
Vorstand dennoch fest: Aus derzeitiger Sicht rechnet das Management
mit Bruttowett- und -spielerträgen zwischen 106 Mio. und 118 Mio.
Euro und einem EBITDA zwischen 18 und 22 Mio. Euro.
Neben der Vergabe von nationalen Sportwettenkonzessionen seit dem
vierten Quartal 2020 sei im Kernmarkt Deutschland mit dem
Inkrafttreten des neuen Glückspielstaatsvertrages Mitte 2021 auch im
Produktsegment Online-Gaming ein wesentlicher Schritt in Richtung
Liberalisierung absehbar, erklärte das Unternehmen. Neben dem
Produkt Sportwette sei ab dem 1. Juli 2021 erstmals auch für
Online-Slots ein nationales Erlaubnissystem vorgesehen. Zudem
bestehe ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, den Markt für die
klassischen Online-Casinospiele wie Roulette und Blackjack auf Ebene
der Bundesländer zu öffnen.
Seit dem vierten Quartal 2020 ist laut dem Unternehmen auch eine
Übergangsregulierung in Kraft getreten, wonach jene
Glücksspielanbieter von Vollzugsmaßnahmen und Sanktionen ausgenommen
bleiben, die sich ab diesem Zeitpunkt an die künftig auferlegten
Lizenzbestimmungen für Online-Casino halten. bet-at-home.com rechnet
zwar mit "deutlichen Umsatzeinbußen im Segment Online-Casino"
infolge dieser Auflagen; den Angaben zufolge überwiegen aber "die
erheblich gesteigerte Rechtssicherheit" sowie die Planbarkeit der
künftigen Entwicklung als "Anbieter mit erheblichem Bekanntheitsgrad
im Kernmarkt Deutschland".
Im ersten Quartal 2021 erhöhte bet-at-home seine
Marketingaufwendungen von 6,6 auf 7,4 Mio. Euro- die Werbe- und
Sponsoringaktivitäten wurden verstärkt. Korrespondierend zum
regulatorisch bedingten Umsatzrückgang in Deutschland seien
insbesondere die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 5,2 Mio.
auf 4,7 Mio. Euro verringert worden.
Das Konzerneigenkapital erhöhte sich per 31. März 2021 gegenüber
dem Vorjahresstichtag von 50,9 auf insgesamt 55,3 Mio. Euro. Das
ergebe eine Konzerneigenkapitalquote von 55,1 Prozent, nach 53,5
Prozent Ende März 2020. Die liquiden Mittel und kurzfristigen
Termineinlagen innerhalb des Konzerns bet-at-home.com AG stiegen zu
dem Stichtag gegenüber dem Jahresende 2020 von 56,8 Mio. auf 59,4
Mio.
Der Konzern ist im Bereich Online-Sportwetten und Online-Gaming
tätig und beschäftigte per Ende März 283 Mitarbeiter. Der an der
Frankfurter Wertpapierbörse notierte Glücksspielanbieter hat laut
Eigenangaben 5,4 Millionen registrierte Kunden und verfügt über
Gesellschaften in Deutschland, Österreich, Malta und Gibraltar.
Über seine maltesischen Gesellschaften hält der Konzern
Online-Sportwetten- und Online-Glücksspiellizenzen, die das
Unternehmen zur Veranstaltung und zum Vertrieb von
Online-Sportwetten und Online-Casinos berechtigen. Seit 2009 gehört
die bet-at-home.com AG zur französischen Betclic Everest SAS Group.
(Schluss) kre/itz
ISIN DE000A0DNAY5
WEB https://www.bet-at-home.com/