voestalpine hat wieder alle Hochöfen in Betrieb
In Summe fünf heimische Hochöfen - Nun läuft auch das zweite
Aggregat in Leoben-Donawitz wieder - Nachfrage im
Langstahl-Bereich ist hoch genug
Der Stahlkonzern voestalpine hat seinen
zweiten Hochofen am Standort Leoben-Donawitz in der Obersteiermark
wieder hochgefahren, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.
Anstoß dazu gab eine wieder entsprechend hohe Nachfrage im
Langstahl-Bereich. Damit sind bei der voestalpine derzeit wieder
alle fünf heimischen Hochöfen in Betrieb."Die derzeitige Marktsituation und der damit verbundene
Vormaterialbedarf in den Geschäftsbereichen der Metal Engineering
Division machen das Wiederhochfahren des zweiten Hochofens in
Donawitz nötig", erklärte der Konzern. Die wirtschaftliche
Unsicherheit für die kommenden Monate bleibt angesichts der
Coronapandemie und den anhaltenden Lockdown-Maßnahmen in zahlreichen
Ländern aber nach wie vor hoch, betonte das Management.
Der Konzern erzeugt seine Stahlprodukte in Österreich an zwei
Standorten und betreibt dafür in Summe fünf Hochöfen - drei davon in
Linz, zwei in Leoben-Donawitz. Das ergibt für die Voest eine
jährliche Produktionskapazität von in Summe 6,5 Millionen Roheisen.
Mit den drei Hochöfen in der oberösterreichischen
Landeshauptstadt können bis zu 5 Millionen Tonnen Roheisen pro Jahr
hergestellt werden - 60 Prozent der Kapazität entfallen auf den
großen Hochofen und jeweils 20 Prozent auf die beiden kleinen
Aggregate. Die Steel Division der voestalpine erzeugt in Linz
Stahlprodukte für alle Premium-Automobilhersteller und deren
Zulieferer, für die europäische Hausgeräte- und Maschinenbau- sowie
die Energieindustrie.
Am Hauptsitz der Metal Engineering Division der voestalpine im
steirischen Leoben-Donawitz stehen zwei Hochöfen mit einer Kapazität
von jeweils 750.000 Tonnen, also insgesamt 1,5 Millionen Tonnen.
Über die Sommermonate 2020 wurde einer der beiden Hochöfen in
Donawitz einer routinemäßigen Zwischenwartung ("Zustellung")
unterzogen und stand seither still. Die Metal Engineering Division
des Konzerns produziert an dem Standort Stahlerzeugnisse, die in den
steirischen Tochtergesellschaften zu Spezialschienen, Walzdraht und
hochbelastbaren Ölfeldrohren weiterverarbeitet werden.
Der Geschäftsbereich Railway Systems, mit dem die Metal
Engineering Division der voestalpine nach eigenen Angaben weltweiter
Marktführer bei kompletten Bahninfrastruktursystemen ist, habe sich
selbst in der Corona-Wirtschaftskrise "stabil entwickelt". Nun
würden auch die Bereiche Draht und Nahtlosrohre, die unter dem
coronabedingten Nachfrageinbruch in der Automobil- bzw. Öl- und
Gasindustrie im vergangenen Jahr massiv gelitten haben, wieder eine
"leicht verbesserte Auslastung" verzeichnen.
(Schluss) kre/kor/pek/pat
ISIN AT0000937503
WEB http://www.voestalpine.com