ams - Deutsche Bank nimmt Bewertung mit "Buy" wieder auf
Kursziel bei 18,00 Franken - Analyst erwartet grundlegende
Umstrukturierung bei Osram
Die Deutsche Bank hat ihre Coverage der Aktien des
steirischen Chip- und Sensorenherstellers ams AG mit einer
Kaufempfehlung ("Buy") wieder aufgenommen. Diese war zuvor seit der
Kapitalerhöhung im März eingeschränkt gewesen. Das Kursziel des
Deutsche-Bank-Analysten Robert Sanders liegt bei 18,00 Schweizer
Franken.Zum Vergleich: Am Dienstagvormittag wurden die Aktien an der
Zürcher Börse zuletzt mit 14,00 Franken gehandelt.
Die Coronakrise habe in der Chipbranche in den vergangenen beiden
Monaten verheerende Schäden angerichtet, schreibt der Analyst.
Besonders getroffen worden seien Aktien von Unternehmen mit einer
hohen Abhängigkeit vom Smartphone- oder vom Automobilmarkt. ams, das
nach Angaben der Deutsche Bank 65 bis 70 Prozent seines Umsatz im
Smartphone-Bereich macht, habe sich dabei erstaunlich gut gehalten,
führt der Analyst aus. Das nunmehrige ams-Tochterunternehmen Osram
dagegen mache 65 bis 70 Prozent seines Umsatzes in der
Automobilbranche und sei schwer unter Druck gekommen.
"Auf eine V-förmige Erholung zu zählen, sieht mittlerweile
unverantwortlich aus, daher würden wir erwarten, dass ams die
Kosteneinsparungen intensiveren wird, wenn die Übernahme
abgeschlossen ist", argumentiert Sanders. Er geht davon aus, dass
ams die Strategie von Osram komplett neu aufsetzen und die
Ausrichtung des Unternehmens stärker fokussieren wird müssen. Das
Osram-Geschäft werde daher schrumpfen und Geschäftsfelder, die nicht
zum Kern zählen, müssten verkauft oder geschlossen werden.
Gleichzeitig müsse ams aber die abgegebenen Beschäftigungsgarantien
erfüllen. "Am ersten Blick erscheint das wie eine unmögliche
Mission, aber wir glauben, dass es klare Schritte gibt, die eine
solide Grundlage für eine Margenverbesserung bieten", begründet der
Analyst seine Zuversicht.
Analysierendes Institut Deutsche Bank
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(Schluss) dkm/pma
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