ams-Chef weist Zweifel an Finanzierung der Osram-Übernahme zurück
Handelsblatt: "Zukauf soll wie geplant über die Bühne gehen" -
Beherrschungsvertrag mit Osram nicht sofort nötig, wird aber
weiter angestrebt
Der Chef des steirischen Chipherstellers
ams, Alexander Everke, hat Zweifel an der Finanzierung der Übernahme
des deutschen Lichtkonzern Osram erneut zurückgewiesen. "Wir sind
alle sehr fest überzeugt, dass der Zukauf wie geplant über die Bühne
gehen wird", sagte Everke am Sonntag dem "Handelsblatt". Das Closing
sei bis Ende Juni zu erwarten."Dann sind wir größter Aktionär mit mehr als 68 Prozent und
werden den Osram-Aufsichtsrat entsprechend besetzen wollen," so
Everke zu dem Blatt. Für den geplanten Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag sieht der ams-Chef vorerst noch keine Eile.
"Auch über den Aufsichtsrat können wir den Konzern in eine Richtung
verändern, die uns wichtig ist", sagte Everke zu dem Blatt. Das
Unternehmen strebe einen solchen Vertrag aber weiter an.
Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag erfordert laut
ams-Angaben die Zustimmung einer außerordentlichen Hauptversammlung
von Osram mit einer Mehrheit von mindestens 75 Prozent der
abgegebenen Stimmen. Gegenüber dem Handelsblatt sagte Everke, ams
habe die nötigen Mittel für eine mögliche Aufstockung der Anteile.
Ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wird zwischen zwei
Firmen geschlossen. Darin wird die Leitung ans beherrschende
Unternehmen übergeben, das beherrschte Unternehmen ist
weisungsgebunden. Über die Vertragsdauer hat der beherrschte Betrieb
den gesamten Jahresüberschuss abzuführen.
Die Akquisitionspläne des steirischen Chipkonzerns seien mit der
Osram-Übernahme nicht abgeschlossen. "Wir werden auch in Zukunft
weitere Unternehmen dazu kaufen", sagte Everke zum "Handelsblatt".
(Schluss) bel/vib
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WEB http://www.osram.de