FACC nach neun Monaten mit halbiertem Nettogewinn
Umsatz leicht gestiegen - Im Rumpfgeschäftsjahr 2019
Umsatzziel von 600 Mio. Euro überschritten - Unternehmen
bestätigt mittelfristige Ziele
Der oberösterreichische
Luftfahrtzulieferer FACC hat den Nettogewinn nach neun Monaten
halbiert. Nach Steuern blieben 16,3 Mio. Euro übrig, nach einem
Gewinn von 33,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse
stiegen indessen von März bis Ende November um 1,8 Prozent auf 596,1
Mio. Euro.Zur Umsatzsteigerung trugen das "Hochlaufen der in den
vergangenen Jahren 2017 und 2018 akquirierten Neuaufträge" im
Bereich "Cabin Interiors" (Umsatz plus 17,7 Prozent) sowie
"nachhaltige Ratenerhöhungen" im Segment "Engines & Nacelles"
(Umsatz plus 11,3 Prozent) bei, hieß es am Mittwoch im
Quartalsbericht. Im Bereich "Aerostructures" verdiene FACC die
meisten Umsätze mit Aufträgen von Airbus, das Wegfallen der Aufträge
für die Boeing 737 Max sowie für die Airbus A3870 habe aber nicht
vollständig kompensiert werden können, hieß es weiter. In dem
Segment fielen die Umsätze um 15,7 Prozent.
Wie bereits im Halbjahr gingen die Gewinne nach neun Monaten
deutlich zurück. Auf operativer Ebene (EBIT) sank das Ergebnis um
41,1 Prozent auf 28,6 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie fiel von 0,72
Euro im Vorjahreszeitraum auf 0,35 Euro.
Im Rumpfgeschäftsjahr 2019 (1. März bis 31. Dezember) konnte das
Unternehmen laut vorläufigen Zahlen mit einem Umsatz von 665 Mio.
Euro sein angepeiltes Ziel von 600 Mio. Euro klar überschreiten.
Laut einer FACC-Aussendung vom Mittwoch belief sich das vorläufige
operative Ergebnis (Ebit) auf 34,6 Mio. Euro und die Ertragsmarge
(Ebit) auf 5,2 Prozent.
FACC bestätige seine bisher kommunizierten mittelfristigen
Wachstums- und Ertragsziele. In den nächsten fünf Jahren strebe das
Unternehmen nach eigenen Angaben ein durchschnittliches Wachstum von
5 Prozent und eine Ebit-Marge von 8 bis 10 Prozent an.
In den kommenden Perioden konzentriere sich FACC daher - wie
bereits im Jänner bekanntgegeben wurde - vor allem auf die
"nachhaltige Steigerung der Ertragskraft", hieß es in der Aussendung
weiter. Zu diesem Zweck gebe es ein Effizienzsteigerungsprogramm von
bis zu 50 Mio. Euro. Geplant sei eine Verschlankung der Lieferkette
- etwa durch Insourcing der Fertigung von strategischen
Bauteilgruppen - und eine Optimierung der Geschäftsprozesse.
Der Jahresfinanzbericht sowie ein Ausblick auf das Geschäftsjahr
2020 sollen am 25. März veröffentlicht werden.
(Schluss) bel/itz
ISIN AT00000FACC2
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