FACC - Schadenersatzprozess gegen Ex-Chef neigt sich dem Ende zu
Letzte Vernehmungen bis Jahresende - CEO erwartet Urteil in
erster Instanz im ersten Quartal 2020 - Unternehmen will 10
Mio. Euro von dem Manager
Der Schadenersatzprozess nach einem
Millionenbetrug beim Innviertler Flugzeugzulieferer FACC, der gegen
einen früheren Vorstand angestrengt worden ist, neigt sich dem Ende
zu. "Da sind wir bei den letzten Tagsatzungen und Anhörungen - die
werden bis Jahresende abgeschlossen sein", sagte FACC-Chef Robert
Machtlinger heute zur APA."Dann wird es in erster Instanz relativ zeitnah ein Ergebnis
geben", erwartet er. Der CEO geht jedenfalls davon aus, dass noch im
ersten Quartal des kommenden Jahres ein Urteil gefällt wird.
Das börsennotierte Unternehmen, das sich mehrheitlich in
chinesischer Hand befindet, war Ende 2015 Opfer eines "Fake
President Fraud" (Geschäftsführer-Trickbetrugs) geworden. Die Täter
hatten sich in E-Mails gegenüber der Buchhaltung als Firmenchef
ausgegeben und die Überweisung von 54 Mio. Euro auf ausländische
Konten veranlasst. Nach dem Auffliegen des Betruges wurden die
Finanzchefin und der Firmenchef entlassen.
Von Letzterem verlangt die FACC nun in einem Zivilprozess 10 Mio.
Euro Schadenersatz. Neben anderen Beschäftigten des Unternehmens
wird ihm vorgeworfen, kein ausreichendes Kontrollsystem geschaffen
zu haben. In dem Prozess hatte der neue Finanzvorstand bestätigt,
dass von der Beute an chinesische Banken überwiesene rund 10,8 Mio.
Euro geortet und "eingefroren" worden seien, bevor sie den Betrügern
in die Hände fielen.
(Schluss) kre/gru
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