Voest-Chef sieht neues Geschäft im Inneren von Elektroautos
Bei Batteriekasten - Absatzankurbelung braucht öffentliche
Förderung
Mit dem Vordringen von Elektroautos sieht die
voestalpine auch neues Geschäft für sich. Die traditionell als
Autoteilezulieferer tätige voest war bisher im "Motor" von
Fahrzeugen relativ wenig vertreten. Die Batteriekasten der neuen
Elektroautos würden allerdings geradezu danach schreien, aus
Komponenten der Voestalpine gefertigt zu werden, meint Konzernchef
Herbert Eibensteiner.Um den Absatz von Elektro-Fahrzeugen anzukurbeln, braucht es laut
Eibensteiner in jedem Fall Förderungen. "Die Länder, die erfolgreich
sind und sehr hohe E-Mobilitäts-Raten haben, haben alle gefördert",
sagte der Voestalpine-Chef am Donnerstag beim Börsianer Festival.
Das sei auf jeden Fall besser als über zusätzliche Belastungen zu
sprechen. Bewiesen sieht er dies gerade am Beispiel Chinas: Dort
habe man sich entschlossen, die Förderungen zurückzufahren und der
Absatz sei abrupt eingebrochen.
Dass viele Autokäufer noch nicht umgestiegen sind, liegt nicht
nur an Reichweitenfragen, sondern auch daran, dass E-Autos teuer
sind. Für den Voestalpine-Chef hängt das auch noch mit
Skaleneffekten durch niedrige Stückzahlen zusammen. Die Stromnetze
seien ebenfalls ein Thema, gerade in Österreich. Da gebe es noch
nicht überall ausreichend belastbare Netze.
Eibensteiner geht davon aus, dass im Pkw-Verkehr in den nächsten
zehn bis 15 Jahren die E-Mobilität die interessantere Technologie
ist, Wasserstoff indes wäre auf eher langen Strecken und damit für
den Transportsektor relevant.
(Schluss) rf/itz
ISIN AT0000937503
WEB http://www.voestalpine.com