RBI: Banken in Zentral- und Osteuropa verzeichnen Rekordwachstum
"CEE Banking Sector Report 2019": Ertragssteigerungen in den
nächsten Jahren nicht mehr so stark - GRAFIK
Die Bankenmärkte in Zentral- und Osteuropa haben im
letzten Jahr "absolute Rekorde" erreicht, berichtet die Raiffeisen
Bank International (RBI) am Dienstag. Dennoch sei Vorsicht geboten,
die Zahlen seien auch auf "Einmaleffekte" zurückzuführen und demnach
nicht so leicht zu wiederholen heißt es weiter. Trotzdem
prognostiziert die RBI solides Wachstum in der Region.Besonders interessant sei die Eigenkapitalrentabilität (ROE), die
in den Kernregionen Zentraleuropa, Südosteuropa und Osteuropa 2018
mit über 12 Prozent "deutlich im zweistelligen Bereich liegt", so
der Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der RBI, Gunther
Deuber. In Westeuropa liege der ROE im Vergleich derzeit bei 6 bis 7
Prozent. Die positive Entwicklung der Profitabilität führt die RBI
zum einen auf die Verbesserung der Kreditqualität, zum anderen auf
das hohe Kreditwachstum zurück.
Die Profite in CE (Zentraleuropa mit Polen, Tschechien, Slowakei
und Ungarn) und SEE (Südosteuropa) haben 2018 den "absoluten
Höchstwert aus den Zeiten vor der globalen Finanzkrise deutlich
überschritten", berichtet Deuber. Für die Gesamtregion CEE seien die
Profite nicht ganz so hoch ausgefallen, was vor allem daran liege,
dass der russische Markt sich noch nicht vollständig erholt habe.
Insgesamt erwartet die RBI im nächsten Jahr ein leicht
abgeschwächtes, aber solides Kreditwachstum im osteuropäischen Raum.
"Wir hatten massive Erholungseffekte in Russland, in Rumänien, auf
den großen Märkten, die sich so einfach nicht mehr wiederholen
lassen", erklärt Deuber.
Die österreichischen Banken sind mit 62 Prozent ihrer Assets in
der Region vor allem in den zentraleuropäischen Ländern (Ungarn,
Tschechien, Slowakei) vertreten. Der zweitgrößte Teil des Vermögens
liegt mit 27 Prozent im süd-osteuropäischen Raum. Lediglich 11
Prozent entfallen auf die Länder Russland, Ukraine und Weißrussland.
Hier besteht laut Deuber ein "sehr enger Zusammenhang mit den
realwirtschaftlichen Verflechtungen Österreichs". Von dem Geschäft,
das ausländische Banken in CEE machen, entfallen 42 Prozent auf
österreichische Banken, so Deuber. Das entspreche den Höchstwerten
von vor 2008.
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(Schluss) fpr/ivn
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