RBI hat 50 Stellen abgebaut - Weitere werden folgen
Sprecher lässt genaue Zahl des Mitarbeiterabbaus offen: "Es
gibt keine Zahl für den Gesamtabbau"
Die Raiffeisenbank International (RBI) hat gestern
50 Mitarbeiter der IT-Abteilung abgebaut. Einen entsprechenden
Bericht des "Industriemagazins" (online) bestätigte ein RBI-Sprecher
am Mittwoch auf APA-Anfrage. Es werde noch zu einem weiteren Abbau
von Mitarbeitern kommen, bedauerte der Sprecher ohne eine konkrete
Zahl zu nennen. "Es gibt keine Zahl für den Gesamtabbau.""Die betroffenen Kollegen bekommen von uns eine faire Lösung
angeboten", sagte der Sprecher weiter. Die Mitarbeiter wurden mit
sofortiger Wirkung freigestellt, aber nicht gekündigt. Es werde um
eine einvernehmliche Lösung verhandelt. Die Trennungen seien im
Zusammenhang mit einem seit Beginn des Jahres laufenden
Reorganisationsprogramm TOM (Targeting Operating Model) zu sehen,
das sukzessive über alle weiteren Bereiche der RBI gespannt werde,
schrieb das "Industriemagazin".
Die Großbank begründet den Stellenabbau gegenüber der APA mit
"sich massiv und grundlegend verändernden Rahmenbedingungen für das
Bankgeschäft". Als Beispiele nannte der Sprecher das anhaltende
Niedrigzinsumfeld und die Digitalisierung. Banken müssten flexibler,
innovativer und effizienter werden, um auf dem Markt erfolgreich zu
bleiben. "Wir haben daher - gerade unter den guten Bedingungen
unseres letztjährigen Ergebnisses - einen Prozess eingeleitet, im
Zuge dessen unser Betriebsmodell und unsere internen Abläufe im
Headoffice grundlegend optimiert, flexibilisiert und damit
zukunftsfähig gemacht werden sollen."
Ziel sei, erfolgreich Dienstleistungen für die Kunden anzubieten.
"Im Zuge dieses Prozesses wird in manchen von der Transformation
erfassten Bereichen leider auch ein Abbau von Mitarbeitern notwendig
sein."
Auch "Der Standard" berichtet in seiner Donnerstagsausgabe über
den Abbau. Im Bericht wird gemutmaßt, dass in Summe rund 200
Mitarbeiter abgebaut werden dürften.
Im Bericht des "Industriemagazins" hieß es, dass die gestern
betroffenen 50 Mitarbeiter des IT-Bereichs aufgefordert worden
waren, ihren Arbeitsplatz umgehend zu räumen. Die IT-Experten hätten
ihre Büros geräumt, ihre Berechtigungskarten abgegeben und seien zum
Ausgang begleitet worden. Aus den zuvor 600 IT-Mitarbeitern wurden
so nun einmal 550.
Zuletzt hatte die RBI konzernweit 47.264 Mitarbeiter.
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(Forts. mögl.) phs/ln
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