Aktie fundamental deutlich unterbewertet
Die Raiffeisen Bank Int. (RBI) präsentierte diese Woche ihren Geschäftsbericht 2018 nachdem bereits Anfang Februar vorläufige Kennzahlen veröffentlicht wurden. Ergänzt wurden nun der Ausblick für 2019 und die Folgejahre. Für heuer rechnet die RBI mit einem Anstieg der Risikokosten, die Neubildungsquote soll sich auf rund 45 Basispunkte erhöhen (2018: 21 bps, 2017: 41 bps). Für die nächsten Jahren erwartet der Finanzkonzern ein durchschnittliches Kreditwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, eine sinkende NPL Ratio und einen Konzern- RoE von etwa 11%. Die Kapitalquoten (CET1 Ratio) sollen stabil bei rund 13% gehalten werden, während das Kosten-Ertrags-Verhältnis bis 2021 auf etwa 55% sinken soll. Die Bandbreite für die Ausschüttungsquote blieb unverändert zwischen 20-50% des Konzernergebnisses.
Ausblick Wichtiger als die Veröffentlichung der finalen Zahlen waren diesmal die Aussagen von CEO Strobl zu den Geldwäschevorwürfen. Dieser ist überzeugt, dass die RBI kein Strafvergehen begangen hat und rechnet daher auch mit keinen Strafzahlungen. Eine interne Task Force bei der RBI prüft derzeit die fraglichen Vorgänge. Trotz dieser Aussagen von CEO Strobl, erwarten wir, dass der Markt eine abwartende Haltung zu den Vorwürfen einnehmen wird. Wie bereits letzte Woche dargelegt, ist die Aktie fundamental deutlich unterbewertet.